Ex-Luftwaffen-Generalleutnant kandidiert zur OB-Wahl in Hannover für die AfD: Merkel betreibt „antideutsche“ Politik

12. August 2019
Ex-Luftwaffen-Generalleutnant kandidiert zur OB-Wahl in Hannover für die AfD: Merkel betreibt „antideutsche“ Politik
National
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Hannover. Der ehemalige Drei-Sterne-General Joachim Wundrak kandidiert bei der Oberbürgermeisterwahl in Hannover am 27. Oktober für die AfD. Er wirft Bundeskanzlerin Merkel eine „antideutsche“ Politik vor, die darauf abziele, Deutschland zu „entstaatlichen“.

In einem Interview der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ) bestätigte er jetzt Befürchtungen, wie sie vor kurzem der CDU-Politiker Merz geäußert hatte, daß die AfD bei Polizei- und Bundeswehrangehörigen verstärkt punkten könnte. Wundrak: „Die AfD ist die einzige Partei, die die Bundeswehr uneingeschränkt unterstützt. Die Unterstützung der AfD dürfte in Polizeikreisen aber noch größer sein als unter den Soldaten.“

Im übrigen entspreche das derzeitige AfD-Parteiprogramm „im großen und ganzen“ dem CDU-Programm von 2003. Und. „Hört man sich die Reden der AfD im Bundestag an, dann muß ich sagen: Das ist die pure Vernunft.“

In den kommenden Jahren müsse die AfD eine „Volkspartei“ werden und die 10- oder 20-Prozent-Marke hinter sich lassen. „Dafür müssen wir aber auch eine große Klammer sein. Das Grundgesetz muß geachtet werden. Innerhalb der Partei soll ein politischer Streit stattfinden, aber nur mit Respekt und Anstand“, sagte Wundrak, der unter anderem in Bosnien-Herzegowina, Afghanistan und Großbritannien im Einsatz war und 2018 in Pension ging.

Außenpolitisch bekennt sich der Ex-Luftwaffen-Generalleutnant zur NATO, zu der es „keine Alternative“ gebe: „Fast alle unsere Nachbarn sind Mitglied. Deutschland kann nicht austreten, es wäre geopolitischer Schwachsinn. Auch von einem möglichen EU-Austritt Deutschlands hält Wundrak nichts – aber er sei „dafür, daß sich die Zusammenarbeit auf das Notwendige ohne Souveränitätsaufgabe beschränkt“.

Wundrak ist der bisher höchste ehemalige Bundeswehrsoldat, der Mitglied der AfD geworden ist. (se)

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4 Comments

  1. Beobachter schreibt:

    Das hätte er mal besser während seiner aktiven Laufbahn machen sollen.Die kommen alle, wenn sie nichts mehr zu verlieren haben. Und dann dieser NATO und EU Schwachsinn.

  2. Pack schreibt:

    Was wird man denn nun in seiner Vergangenheit entdecken?

  3. Bernd Sydow schreibt:

    Ex-General Joachim Wundrak liegt mit seinen Ansichten über Merkels für Deutschland schädliche Politik und über die AfD voll und ganz auf meiner Linie! Aber seine Aussagen zur NATO kann ich nicht teilen, was ich bereits des öfteren in diesem Forum zum Ausdruck gebracht habe.

    Mir ist natürlich klar, daß er als ehemaliger hoher NATO-Luftwaffenoffizier schon aus Prinzip gegen einen NATO-Austritt Deutschlands ist. Es sei allerdings daran erinnert, daß die NATO seinerzeit als reines Verteidigungsbündnis gegründet wurde – und das zurecht, denn es herrschte Kalter Krieg. Aber wen gegen wen will die NATO denn heute verteidigen? Etwa Europa gegen die Russische Föderation, frei nach dem Motto “Wenn wir keine Bedrohung von außen haben, erfinden wir uns eben eine!”

    Natürlich käme ein NATO-Austritt Deutschlands einem politischen Erdbeben sondergleichen gleich, und was Wundrak mit “geopolitischem Schwachsinn” meint, ist wohl auch das Faktum, daß Deutschland von befreundeten NATO-Staaten (außer Schweiz und Österreich) umgeben ist.

    Aber eines sollte klar sein: Solange Deutschland Mitglied der NATO ist, werden deutsche Soldaten in Afghanistan und anderswo verheizt werden. Man sollte deren Familien mal fragen, wie sie darüber denken!

  4. Eidgenosse schreibt:

    Wer die CDU von 2003 heranzieht – na ja – entweder er hat die CDU nicht begriffen als das was sie ist und zwar seit den 60er Jahren, oder er gehört nicht zu denen, die Deutschland aus dem Dreck ziehen können. Wer die NATO vor die Zusammenarbeit mit Russland stellt – und anders geht es nicht – sieht nicht klar und dass die EU kaum reformfähig ist, bleibt offensichtlich. Fazit: nicht jeder gute Soldat taugt auch für die Politik.

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