Lügen gegen „Rechts“: Gutmenschen-Post zum Frankfurter Gleis-Mord offenbar frei erfunden

10. August 2019
Lügen gegen „Rechts“: Gutmenschen-Post zum Frankfurter Gleis-Mord offenbar frei erfunden
Kultur & Gesellschaft
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Köln. Nach dem Mord an einem Achtjährigen im Frankfurter Hauptbahnhof schrieb eine Frau auf Facebook, es gebe keinen Grund, sich das Deutschland von früher zurückzuwünschen – ihre Tante sei vor 50 Jahren genauso gestorben. Ihre Mutter habe vor 50 Jahren als Kind ebenfalls mitansehen müssen, wie ein Kind durch ein solches Verbrechen getötet wurde. Der Täter sei ein „deutscher Arbeiter“ bei Höchst gewesen. Am Ende ihres Posts packte die Facebook-Autorin, die sich selbst „Sandra H.“ nannte, dann die Moralkeule aus und schrieb: „Ihr wollt Deutschland zurück, wie es früher einmal war? Dann spart euch eure nutzlosen, geheuchelten Facebookposts – sie helfen niemandem. Seid einfach mal traurig und zeigt Mitgefühl, statt den Tod eines Kindes zu nutzen, um Haß und Hetze zu verbreiten.“

Natürlich wurde der Post vielfach geteilt und meist zustimmend kommentiert.

Allerdings: die berichtete Geschichte ist offenbar frei erfunden. Das Nachrichtenportal t-online recherchierte und schaltete unter anderem die Frankfurter Polizei ein, die die entsprechenden Unterlagen für die Jahre zwischen 1967 und 1971 durchforstete – ergebnislos. Ein Polizeisprecher erklärte: „Wenn es da in unserem Bereich etwas gegeben hätte, dann hätten wir es finden müssen.“

Auch die Suche im Frankfurter Stadtarchiv sei ergebnislos geblieben. Zudem habe „Sandra H.“ ihren Post nach ersten Nachfragen gelöscht und auch ihr Profilfoto ausgetauscht. Auf Anfragen – so t-online.de – habe sie schroff und ablehnend reagiert.

Bei t-online geht man deshalb davon aus, daß die ganze Geschichte frei erfunden ist.(rk)

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2 Comments

  1. Fernglas schreibt:

    Es handelt sich also „alternative Fakten“, einen Begriff der fälschlicherweise immer mit Meinungsäußerungen aus dem rechten Spektrum in Zusammenhang gebracht wird…

  2. Deutsche Beobachtungsstelle schreibt:

    Pars pro toto!
    Das waren ja dann wieder mal linker Haß, linke Hetze und linke Lügen, um Andersdenkende zu diskreditieren! Es ist einfach Wahnsinn, wie viele umerzogene, verblendete, dekadente und selbsthassende Leute in dieser BRD unterwegs sind!!!

    Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.
    Ignazio Silone (1900-1978)

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