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Auch Malta hat kein Interesse an „Flüchtlings“-Schleppern: Erstmals Einfahrt verweigert

Valletta. Erstmals hat jetzt auch Malta einem „Rettungsschiff“ für Illegale die Einfahrt in seine Hoheitsgewässer untersagt. Die „Ocean Viking“ hatte in Malta auftanken wollen. Nach Verweigerung des Tankstopps setzte das Schiff seine Reise in Richtung seines Einsatzgebiets vor der libyschen Küste fort. Es hat nach Angaben des Einsatzleiters noch Treibstoff für schätzungsweise zehn bis zwölf Tage.

Während Italien sogenannten „Hilfsschiffen“ bereits mehrfach den Zugang zu seinen Häfen verweigert hat, ließ Malta die Schiffe bisher stets einlaufen. Nun habe die Regierung von Malta ihre Zustimmung zu dem Tankstopp kurzfristig und ohne Angabe von Gründen zurückgezogen, sagte Einsatzleiter Nicolas Romaniuk. Die Mission der „Ocean Viking“ gehe dennoch weiter, kündigte er an.

Es handelt sich um den ersten Einsatz der „Ocean Viking“. SOS Mediterranée und Ärzte ohne Grenzen hatten Ende 2018 nach drei Jahren ihre gemeinsamen Schlepperaktivitäten auf politischen Druck Italiens hin eingestellt. (mü)