Syrien-Flüchtlinge sollen wieder gehen: Libanesische Regierung kündigt Abriß von Notunterkünften an

8. Juni 2019
Syrien-Flüchtlinge sollen wieder gehen: Libanesische Regierung kündigt Abriß von Notunterkünften an
International
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Beirut. Nach der Befriedung weiter Teile Syriens sind die zahlreichen Syrien-Flüchltinge im Ausland dort nicht mehr gerne gesehen. So versucht das kleine Nachbarland Libanon, das allein zwischen 1,5 und zwei Millionen Flüchtlinge aus Syrien beherbergt, diese nun verstärkt wieder loszuwerden.

Jetzt kündigten die libanesischen Behörden an, in der Stadt Arsal nahe der syrischen Grenze rund 5.000 Behausungen aus Beton abzureißen. Im Libanon sind nur Notunterkünfte zugelassen, die aus Holz und Plastikabdeckungen bestehen. Die Behörden setzten den Bewohnern eine Frist bis zum 9. Juni, um die Behausungen an die Bauvorgaben für Notunterkünfte anpassen. Sonst sollen die Behausungen abgerissen werden.

Von dem Abriß wären auch rund 15.000 Kinder betroffen, weshalb verschiedene internationale Organisationen gegen die Maßnahme protestieren.

Libanesische Politiker machen die Syrien-Flüchtlinge hingegen für zahlreiche, auch ökonomische Probleme im Lande verantwortlich. Um den provisorischen Charakter der Flüchtlingsaufnahme zu unterstreichen, erlaubt die libanesische Regierung nur informelle Flüchtlingscamps. (mü)

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