Bericht der IAEO: Der Iran hält sich strikt an die Vorgaben des Wiener Atomabkommens

5. Juni 2019
Bericht der IAEO: Der Iran hält sich strikt an die Vorgaben des Wiener Atomabkommens
International
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Wien/Teheran. Spitzenvertreter der US-Regierung überbieten sich derzeit fast täglich mit neuen Schreckensmeldungen über die angebliche Bedrohung durch den Iran. Doch diese ist eine Chimäre – jedenfalls nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). Diese ist der Ansicht, daß sich Teheran auch nach seinem Teilausstieg aus dem Wiener Atomabkommen strikt an die Vorgaben gehalten hat.

Laut einem aktuellen IAEO-Bericht hat Teheran sowohl die Grenzwerte für die Anreicherung von Uran als auch jene für die gelagerten Mengen von leicht angereichertem Uran und Schwerwasser nicht überschritten.

Der Iran hatte am 8. Mai und damit genau ein Jahr nach dem US-Ausstieg aus dem Abkommen den eigenen teilweisen Ausstieg bekanntgegeben. Der Iran forderte dabei insbesondere, daß Sanktionen im Öl- und Bankensektor aufgehoben werden. Der Iran drohte damit, in einem ersten Schritt wieder mehr angereichertes Uran und Schwerwasser zu lagern und in einem zweiten Schritt ab Anfang Juli Uran wieder stärker als vereinbart anzureichern. Die nun berichteten Lagermengen sowie die Anreicherung liegen auf einem ähnlichen Niveau wie im Bericht vom Februar.

Auch seit Beginn ihrer Inspektionen im Januar 2016 hat die IAEA keine Verstöße des Iran gegen die Auflagen festgestellt. Die immer schrilleren Kriegsdrohungen aus Washington – US-Präsident Trump drohte Teheran erst kürzlich unumwunden die „Auslöschung“ an – sind mithin völlig unangebracht. (mü)

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