Demnächst eine Schwarze auf 20-Dollar-Scheinen: Aber Trump ist dagegen

27. Mai 2019
Demnächst eine Schwarze auf 20-Dollar-Scheinen: Aber Trump ist dagegen
International
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Washington. Die political correctness gebietet es in den USA offenbar, daß nun bald Geldscheine mit dem Porträt eines Schwarzen gedruckt werden müssen. Jedenfalls kündigte das US-Finanzministerium dies schon vor zwei Jahren an. Auf der künftigen 20-Dollar-Banknote soll demnach das Konterfei der schwarzen Sklaverei-Gegnerin Harriet Tubman abgebildet sein.

Doch nun hat das Ministerium die Herausgabe der politisch korrekten Geldscheine um fast ein Jahrzehnt verschoben. Dem Vernehmen nach, weil sich Präsident Trump dagegen gesperrt hat. Dieser hatte schon im Wahlkampf die Pläne, Tubman auf dem 20-Dollar-Schein zu verewigen, als „reine politische Korrektheit“ bezeichnet. Trump bewundert vielmehr den von 1829 bis 1837 amtierenden Präsidenten Andrew Jackson, der seit 1928 auf der Banknote zu sehen ist. Dieser wiederum besaß selbst Sklaven und hatte als Offizier zudem den Angriff auf das sogenannte Negro Fort geleitet, eine Niederlassung früherer Sklaven.

Für die Entscheidung über die Neugestaltung der Banknote hatte das Finanzministerium die US-Bürger befragen lassen, welche Frau erstmals seit mehr als 100 Jahren auf einem Dollarschein gezeigt werden sollte. Millionen Bürger beteiligten sich daran. Unter den vorgeschlagenen Frauen waren etwa die frühere First Lady Eleanor Roosevelt oder die schwarze Bürgerrechtlerin Rosa Parks.

Die nun bevorzugte Harriet Tubman (1822 bis 1913) war selbst Sklavin. Nach ihrer Flucht setzte sie sich für die Abschaffung der Sklaverei ein. Als Aktivistin der Organisation „Underground Railroad“ gelang es ihr, zahlreiche Schwarze aus den Südstaaten in den Norden der USA zu schleusen. (mü)

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Ein Kommentar

  1. Rolf schreibt:

    Wußte erst gar nicht, was das soll – “eine schwarze WAS – eine schwarze NULL”?

    Sagt/schreibt doch einfach, was Sache ist: Eine NegerIn!

    Aber KLAR: “Früher war man ein Rassist wenn man sagte daß ein Schwarzer was Schlechtes ist. Heute ist mannn ein Rassist wenn mann sagt, daß ein Schwarzer schwarz ist”.

    Und Kritik darf sich natürlich nur im Rahmen des politisch correcten Koordinatensystems bewegen!?

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