Keine Entspannung mit Moskau in Sicht: Auch Selenskyj will die Krim „befreien“

21. Mai 2019
Keine Entspannung mit Moskau in Sicht: Auch Selenskyj will die Krim „befreien“
International
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Kiew. In Kiew nichts Neues. Auch der designierte neue ukrainische Präsident Selenskyj will einen Kurs der „Befreiung“ der Krim verfolgen. Auf Facebook schrieb er jetzt, er sei zuversichtlich, daß die Krim wieder an sein Land zurückgegeben werde. Selenskyj wörtlich: „Ich glaube, daß wir die Heimat der Krimtataren von der Besatzung befreien werden.“ Es werde aber ein langer Weg werden. Die Ukraine werde ihn gemeinsam mit den Krimtataren gehen.

„Auch die dunkelste Macht endet im Morgengrauen“, schrieb Selenskyj, der am Montag die Amtsgeschäfte von Petro Poroschenko übernehmen wird.

Mit der Wahl Selenskyjs zum neuen Staatsoberhaupt gab es zunächst Hoffnungen, daß sich das Verhältnis zwischen Moskau und Kiew entspannen könnte. Der frühere Komiker, der jetzt Amtsinhaber Poroschenko beerbt, hatte zuletzt aber klargestellt, daß eine Normalisierung der Beziehungen erst dann möglich sei, wenn die Halbinsel Krim und der Donbass nicht länger „besetzt“ seien.

In der Ukraine wurde am Samstag an die Zwangsumsiedlung der krimtatarischen Minderheit nach Zentralasien unter Sowjetdiktator Stalin vor 75 Jahren erinnert. 1944 waren etwa 200.000 Menschen wegen angeblicher Kooperation mit den deutschen Besatzern per Zug vor allem ins heutige Usbekistan gebracht worden. Das ukrainische Parlament wertete die Deportation 2015 als Völkermord. (mü)

Ein Kommentar

  1. William McLean schreibt:

    Krim ist frei – es ist Russland!

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