Libysche Regierung warnt vor Migranten-„Invasion“: Italien fordert europäische Initiative

20. April 2019
Libysche Regierung warnt vor Migranten-„Invasion“: Italien fordert europäische Initiative
International
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Rom. Angesichts eines drohenden neuen „Flüchtlings“-Ansturms aus Libyen fordert die italienische Regierung eine europäische Initiative, um der Entwicklung zu begegnen. „Sollten tausende Asylsuchende abfahren, würde Italiens Politik der geschlossenen Häfen nicht mehr genügen. In diesem Fall müßte man andere europäische Häfen öffnen und die Migranten umverteilen“, sagte Verkehrsminister Toninelli.

Der Fünf-Sterne-Minister, der für die italienischen Häfen zuständig ist, plädierte für eine internationale Friedensinitiative für Libyen. „Europa muß vorbeugen und eingreifen, und Italien muß im Mittelpunkt der europäischen Migrationsstrategie stehen“, erklärte Toninelli.

Tatsächlich warnte auch der libysche Noch-Ministerpräsident al-Sarraj, dessen Regierung von den Vereinten Nationen unterstützt wird, vor einer neuen großen „Flüchtlings“bewegung Richtung Europa. Die Verschlechterung der Lage in Libyen könnte bis zu 800.000 Migranten und Libyer „zur Invasion von Italien und Europa bewegen“, meinte Sarraj in einem Interview mit der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“. Unter die Migranten könnten sich Kriminelle und IS-Terroristen mischen. (mü)

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