Digitale Ausgrenzung: Mussolini-Urenkel beklagt Diskriminierung bei Facebook

11. April 2019
Digitale Ausgrenzung: Mussolini-Urenkel beklagt Diskriminierung bei Facebook
International
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Rom. Caio Giulio Cesare Mussolini, Urenkel des früheren „Duce“ Benito Mussolini, beklagt die Diskriminierung wegen seines Familiennamens. Der 50jährige, der mit der kleinen Rechtspartei „Fratelli d’Italia“ (Brüder Italiens) bei der EU-Wahl kandidiert, beschwert sich im Augenblick insbesondere darüber, daß Facebook sein Profil gesperrt habe. „Es ist unannehmbar, daß Facebook meine Seite sperrt, nur weil ich Mussolini heiße. Ich prüfe mit meinen Rechtsanwälte eine Klage“, betonte der Unternehmer. Er beklagte, daß er in sozialem Medien schwer beschimpft, bedroht und verleumdet worden sei, nachdem er seine Kandidatur angekündigt habe.

Auch die Chefin von „Fratelli d´Italia“, Giorgia Meloni, verurteilte die „Hetzkampagne“ gegen Mussolini. Der in Argentinien 1968 geborene Enkel von Mussolinis Sohn Vittorio blickt auf eine Karriere bei der italienischen Marine und als Manager des italienischen Rüstungskonzerns Finmeccanica zurück. Im EU-Parlament sitzt bereits eine Verwandte von ihm, die Duce-Enkelin Alessandra Mussolini, die für die Mitte-Rechtspartei Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi gewählt worden war. Inzwischen hat die 55jährige die Berlusconi-Partei aber verlassen.

Auch Alessandra Mussolinis Halbschwester Rachele hat sich bei den „Fratelli d’Italia“ politisch betätigt. Sie sitzt als Oppositionsvertreterin im römischen Gemeinderat. Alessandra und Rachele sind beide Töchter von Mussolinis jüngstem Sohn Romano. (mü)

 

Bildquelle: Wikimedia/Sailko/CC BY 3.0

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Ein Kommentar

  1. Beobachter schreibt:

    Die sollten eine Mussolini-Bewegung aufmachen.

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