Alternativen zu SWIFT: Rußland und China treiben alternative Zahlungssysteme voran

3. April 2019
Alternativen zu SWIFT: Rußland und China treiben alternative Zahlungssysteme voran
Wirtschaft
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Moskau. Mehrere russische Banken sind der chinesischen Alternative zum SWIFT, dem China International Payments System (CIPS), beigetreten. Ziel ist die Erleichterung von Finanzoperationen zwischen Rußland und China, erklärte jetzt Wladimir Schapowalow, Leiter der Abteilung für internationale Zusammenarbeit mit ausländischen Regulierungsbehörden der Zentralbank Rußlands auf dem internationalen Russisch-Chinesischen Forum.

Die Behörde hoffe auch, daß die chinesischen Kollegen der russischen SWIFT-Alternative, dem SPFS (System for Transfer of Financial Messages), mehr Aufmerksamkeit schenken werden, da dies den bilateralen Handel weiter ankurbeln könne.

Tatsächlich treibt Rußland sein SPFS-Netzwerk voran, das im Jahr 2014 als Reaktion auf die Drohungen der USA, Rußland vom SWIFT-System auszuschließen, entwickelt wurde. Mit seiner Hilfe sollen die finanziellen Verbindungen mit ausländischen Partnern wie China aufrechterhalten werden.

Die erste SPFS-Transaktion, an der ein Unternehmen beteiligt war, wurde vom russischen Ölkonzern Rosneft im Dezember 2017 durchgeführt. Rund 500 Teilnehmer, darunter große russische Finanzinstitute und Unternehmen, sind bereits mit dem Zahlungssystem verbunden.

Am Donnerstag gab die Zentralbank Rußlands bekannt, daß die russische Alternative zu SWIFT „erhebliche Fortschritte“ erzielte, da sie bereits internationalen Standards entspricht und ausländische Akteure in sie integriert werden können. Einige ausländische Banken sind dem Zahlungssystem bereits beigetreten. (mü)

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