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Kein Interesse an westlicher Hetze: Türkei entzieht deutschen Journalisten die Akkreditierung

Ankara. Die Türkei zeigt, wie man mit bundesdeutschen Lügenmedien umgeht, und entzog jetzt zwei prominenten Aushängeschildern des deutschen „Qualitätsjournalismus“ kurzerhand die Akkreditierung: zwei Korrespondenten des ZDF sowie der Tageszeitung „Tagesspiegel“ dürfen ab sofort nicht weiter aus der Türkei berichten. Jörg Brase und Thomas Seibert haben das Land bereits verlassen.

Nach türkischem Recht mußten die beiden zehn Tage nach Ablehnung ihres Antrags auf Verlängerung der Pressekarte das Land verlassen.

Die beiden Journalisten zeigten Unverständnis für die Entscheidung des türkischen Presse- und Informationsamts, ihnen die Akkreditierung zu entziehen. Weder sei ihnen ein Grund genannt worden, noch hätten sie in irgendeiner Weise gegen die Bestimmungen verstoßen, sagte Brase.

Das deutsche Auswärtige Amt, das sich seit Wochen für die Ausstellung der Pressekarten der deutschen Journalisten in der Türkei einsetzt, hatte am Samstag seine Reisehinweise für die Türkei aktualisiert. Darin warnte das Ministerium, es könne „nicht ausgeschlossen werden, daß die türkische Regierung weitere Maßnahmen gegen Vertreter deutscher Medien sowie zivilgesellschaftliche Einrichtungen ergreift“. Dabei handelt es sich erfahrungsgemäß in aller Regel um linke Türkei-Hetzer wie etwa Denis Yücel, der zwischen Februar 2017 und Februar 2018 fast ein Jahr lang wegen „Terrorpropaganda“ in türkischer Haft saß. (mü)