Linksextremismus: Radikale Gruppen kapern Klimaproteste – Verfassungsschutz ist alarmiert

8. März 2019
Linksextremismus: Radikale Gruppen kapern Klimaproteste – Verfassungsschutz ist alarmiert
Kultur & Gesellschaft
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Berlin. Linksextremisten versuchen zunehmend, Klimaproteste zu kapern. So rufen etwa die linksextremistische Interventionistische Linke (IL) sowie die Kampagne „Ende Gelände“ zur Teilnahme an den Schülerstreikprotesten „Fridays For Future“ auf. Das beobachten auch Sicherheitsbehörden. „Wir registrieren Aufrufe in den sozialen Medien, beispielsweise von der IL, sich an den Protesten zu beteiligen“, sagte eine Sprecherin des Bundesamts für Verfassungsschutz auf eine Anfrage.

Die IL nahm auch an der Demonstration während des Besuchs von Greta Thunberg in der vergangenen Woche in Hamburg teil und skandierte dabei „Streik in der Schule, Streik in der Fabrik, das ist unsere Antwort auf Eure Politik!“ Entsprechend veröffentlichte Emily Laquer, eine der führenden Köpfe der IL, in sozialen Netzwerken Bilder von sich während der Demonstration.

Ob die Extremisten mit ihrem Vorgehen Erfolg haben, kann jetzt allerdings noch nicht bewertet werden. Sie selbst sind sich über ihren Erfolg aber wohl recht sicher. „Wer hätte gedacht, als wir 2008 das erste Klima-Camp nach Deutschland holten, daß schon elf Jahre später eine neue Generation von AktivistInnen (sic!) den Kohleausstieg durchsetzt“, jubelten die Linksextremisten auf Twitter.

„Das Thema ‘Klimaschutz‘ ist seit Ende 2014 aufgrund der politischen Diskussion über eine angestrebte Energiewende und die damit einhergehende geplante Stilllegung von Kohlekraftwerken zunehmend in das Blickfeld von Linksextremisten gerückt“, analysierte auch der Verfassungsschutz. (tw)

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