Spanische Rechte demonstrieren gegen Separatisten: „Die Einheit des Landes ist nicht verhandelbar“

12. Februar 2019
Spanische Rechte demonstrieren gegen Separatisten: „Die Einheit des Landes ist nicht verhandelbar“
International
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Madrid. Spanische Rechte haben am Sonntag in Madrid parteiübergreifend gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens demonstriert. Zwei Tage vor dem Prozeß gegen führende Separatisten vor dem Obersten Gericht in der spanischen Hauptstadt forderten sie den Rücktritt von Regierungschef Pedro Sanchez, den sie als „Verräter“ sehen.

Die Kundgebung in Madrid stand unter dem Motto „Für ein einiges Spanien, Wahlen jetzt!“ Der Platz war in die rot-gelben Farben der spanischen Nationalflagge getaucht, immer wieder skandierten die Menschen „Viva Espana!“ sowie „Stoppt Sanchez!“ Die spanischen Behörden bezifferten die Teilnehmerzahl auf stattliche 45.000. Viele waren mit Bussen auch aus anderen Landesteilen angereist.

Drei renommierte Journalisten lasen unter dem Jubel der Demonstranten ein Manifest vor. „Wir sind nicht mehr bereit, weitere Zugeständnisse an die zu machen, die unser Land zerstören wollen. Die Einheit des Landes ist nicht verhandelbar“, hieß es darin mit Blick auf die katalanische Unabhängigkeitsbewegung.

Der Vorsitzende der rechtskonservativen Volkspartei, Pablo Casado, sagte in seiner Rede, die Zeit der Regierung Sanchez sei abgelaufen. „Wir sagen Nein zum Separatismus und Ja zu Spanien“, erklärte auch Albert Rivera, der Chef der Mitte-rechts-Partei Ciudadanos. Santiago Abascal, der Vorsitzende der rechtspopulistischen Vox-Partei, sprach vom „Verrat einer ungesetzlichen und verlogenen Regierung“, die von den „Feinden Spaniens“ unterstützt werde.

Auch die Tatsache, daß der linke Präsident Sanchez, der den konservativen Rajoy nach einem Mißtrauensvotum im vergangenen Juni in der Spitze der Regierung abgelöst hatte, noch keinen Termin für Neuwahlen angesetzt hat, erzürnt viele Spanier. „Sanchez hat uns betrogen und gesagt, daß es Wahlen geben wird, aber das ist bis heute nicht der Fall. Jetzt wird er uns zuhören“, sagte Rivera. (mü)

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