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Griechenland erfolgreich weichgekocht: Nordmazedonien kann der NATO beitreten

Athen. Die NATO-Expansion kann weitergehen: das griechische Parlament hat am Freitag das NATO-Beitrittsprotokoll des künftigen Nordmazedonien ratifiziert. Für diesen Beitritt votierten 153 Abgeordnete, 140 Parlamentarier stimmten dagegen. In den kommenden Tagen soll Mazedonien alle internationalen Organisationen und alle Länder über seine Namensänderung in „Nordmazedonien“ informieren.

Das Abkommen über die Namensänderung hatten die beiden Regierungschefs Griechenlands und Mazedoniens, Alexis Tsipras und Zoran Zaev, nach mehrmonatigen mühsamen Verhandlungen und auf kräftigen Druck der EU gegen die konservative und rechte Opposition im Sommer 2018 vereinbart.

Die Regierung in Athen hatte die Umbenennung seines nördlichen Nachbarn von Republik Mazedonien in Republik „Nordmazedonien“ gefordert, weil auch eine nordgriechische Provinz Mazedonien heißt und Gebietsansprüche befürchtet wurden. Griechenland blockierte aus diesem Grund bisher den NATO-Beitritt und die weitere Annäherung Mazedoniens an die EU. Der Beitritt muß noch von allen anderen Parlamenten der Bündnisstaaten gebilligt werden. Tsipras erklärte am Freitag, der zu erwartende NATO-Beitrtt Nordmazedoniens werde „die Region stabilisieren“. (mü)