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Karl-Valentin-Orden an Andreas Gabalier: Linke Schickeria tobt ob der Nominierung des Volks-Rock’n’Rollers

München. Im November hat die Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla entschieden, den österreichischen Sänger Andreas Gabalier mit dem Karl-Valentin-Orden auszuzeichnen. In der Begründung hieß es, Gabalier würde die Spitzfindigkeit des Namensgebers, dem Münchner Komiker Karl Valentin, verkörpern. Zudem würde sich Gabalier genauso wie Valentin als Volkssänger verstehen. Kritik gibt es dafür von der Direktorin des Münchner Valentin-Karlstadt-Museums, Sabine Rinberger. „Da dreht es mir nicht nur den Magen um, da zerspringt mir das Herz“, sagte sie dem Bayerischen Rundfunk. Valentins Kunst habe nach ihrer Auffassung nichts mit dem gemein, wofür der „Volks-Rock´n´Roller“ Gabalier stehe. Mit der Auszeichnung sei jede Grenze überschritten.

Unterstützung kriegt sie dabei von dem ehemaligen Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD). „Es ist nicht hinzunehmen, daß Gabalier mit seinem offenkundigen Spiel mit faschistischen Symbolen wie dem nachgestellten Hakenkreuz auf dem CD-Cover, seiner Frauenfeindlichkeit und seiner Homophobie mit dem Namen Karl Valentins in Verbindung gebracht wird“, beschwerte sich Ude gegenüber der „tz“.

In die Kritik linker Kreise geriet Gablier unter anderem dadurch, daß er die österreichische Nationalhymne in ihrer nicht gegenderten Version spielte. Darin heißt es „Heimat bist du großer Söhne“ statt, wie heute eingeführt, „Heimat großer Töchter, Söhne“.

„Allmählich zweifelt man am Verstand, aber nicht an dem von Herrn Gabalier. Das ist schon pathologischer Haß gegenüber andersdenkenden Kunstschaffenden“, kommentierte der österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) auf Facebook. (tw)