Salvini räumt auf: Räumung des zweitgrößten italienischen „Flüchtlings“-Lagers hat begonnen

26. Januar 2019
Salvini räumt auf: Räumung des zweitgrößten italienischen „Flüchtlings“-Lagers hat begonnen
International
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Rom. Vor der geplanten Schließung Ende Januar hat jetzt die Räumung von Italiens zweitgrößtem „Flüchtlings“lager nahe Rom begonnen. Während Asyl-Lobbyisten und linke Opposition protestierten, wies der zuständige Lega-Innenminister Salvini den Vorwurf von „Nazi“-Methoden zurück. Die Räumung sei ein „Akt gesunden Menschenverstands und guter Verwaltung“, sagte Salvini dem staatlichen Sender RAI.

Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa soll die Räumung bis Samstag dauern. Nachdem am Dienstag bereits 30 Menschen aus dem Asylheim in Castelnuovo di Porto ausziehen mußten, wurden am Mittwoch weitere 75 Asylsuchende in Busse gesetzt und in andere Zentren gebracht.

300 der rund 500 Bewohner des Komplexes sollen anderweitig untergebracht werden. Die restlichen 200 Bewohner des Heims haben einen Aufenthaltsstatus, der durch das sogenannte „Sicherheits-Dekret“ Salvinis, eine Verschärfung der Asylregeln, nunmehr entfällt. Sie verlieren damit Asylrechte, unter anderem den Anspruch auf eine kostenlose Unterbringung. Sollten sie keiner Abschiebung einwilligen, droht ein Abrutschen in die Illegalität.

Bereits Ende September kündigte Salvini zudem an, bis zum Ende der fünfjährigen Legislaturperiode alle illegalen Roma-Siedlungen in Italien aufzulösen. „Unser Ziel ist, null Roma-Siedlungen bis Ende der Legislaturperiode zu haben“, sagte Salvini. (mü)

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Ein Kommentar

  1. Tauschner schreibt:

    Warum nur gibt´s nicht wenigstens EINEN Salviniin dieser BRD-GmbH !!!

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