Brisante Enthüllung: Israelische Propaganda-Experten erfanden die Soros-„Wunderwaffe“

18. Januar 2019
Brisante Enthüllung: Israelische Propaganda-Experten erfanden die Soros-„Wunderwaffe“
International
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Tel Aviv/Budapest. Es sind brisante Insider-Infos, die der israelische Politberater George Birnbaum jetzt einem Schweizer Magazin anvertraute. Will man Birnbaum glauben, ist der Konflikt der ungarischen Orbán-Regierung mit dem Großspekulanten und „Philanthropen“ George Soros nicht zuletzt ein kalt kalkuliertes Medien-Spektakel. Eine heiße Spur führt nach Israel.

Birnbaum ist ein alter Routinier in Sachen Propagandakrieg. Er wurde – behauptet er in der Schweizer Zeitschrift „Das Magazin“ – direkt von der israelischen Regierung unter Premier Netanyahu an Viktor Orbán vermittelt. Dieser war 2008 noch nicht wieder Regierungschef in Budapest und hatte sich selbst an Netanyahu mit der Bitte um Unterstützung gewandt. Und Netanyahu half: er schickte Birnbaum und dessen Fachkollegen Arthur Finkelstein nach Ungarn.

Die beiden Kampagnen- und Propaganda-Spezialisten gingen sofort ans Werk. Mit Erfolg: noch 2008 organisierten sie für Orbán ein Referendum, das dessen Fidesz-Partei gewann, die sich damit eine gute Ausgangsposition für die Parlamentswahlen 2010 sicherte. Dabei seien die regierenden Sozialisten nach „Finkelsteins Patentrezept“ überrollt worden, erinnert sich Birnbaum.

Das war aber nicht alles. Denn jetzt legten Birnbaum und Finkelstein erst richtig los. Sie verfuhren dabei nach dem uralten Rezept, wonach jede erfolgreiche Kampagne einen Gegner brauche. Dafür seien aber weder die Sozialisten noch die rechte Jobbik-Partei geeignet gewesen, so Birnbaum – man habe eine konkrete Person gebraucht, gegen die die Wähler in Stellung gebracht werden konnten. Vor diesem Hintergrund habe Finkelstein die „geniale Idee“ gehabt, den US-Börsenmilliardär George Soros zum neuen Feindbild zu machen.

Birnbaum: „In diesem Moment wird das Monster George Soros geboren.“ Ein Multimilliardär, so mächtig und weltweit vernetzt, daß sich die ganze Nation hinter Orbán versammeln müßte, um ihn zu bekämpfen: in Soros fand Finkelstein das ideale Haßobjekt. „Der perfekte Gegner ist einer, den du wieder und wieder schlägst und der nie zurückschlägt“, weiß Birnbaum.

Der Rest ist bekannt: Soros entwickelte sich zum Propaganda-Schlager der ungarischen Regierung. Orbáns Anti-Soros-Kampagne entwickelte Eigendynamik und wurde innen- wie außenpolitisch höchst erfolgreich. Schließlich habe sich das „Produkt“ Soros praktisch von selbst vermarktet und seinen Siegeszug als universales „Haßobjekt“ um die Welt angetreten.

Dennoch: auch wenn Birnbaums Enthüllungen in „Das Magazin“ der Wahrheit entsprechen sollten, ist Soros kein Unschuldiger. Seine Verstrickung in rund ein Dutzend sogenannter „Farb-Revolutionen“ nach dem Ende der Sowjetunion, vor allem aber sein milliardenschweres Engagement bei der Organisation von „Flüchtlings“strömen nach Europa ist schließlich keine Ausgeburt von „Verschwörungstheorien“, sondern knallharte Realität. Die ungarische Regierung hätte auch ohne Propaganda-Unterstützung aus Israel gute Gründe, ihn zu bekämpfen. (mü)

 

Bildquelle: Copyright by World Economic Forum. swiss-image.ch/Photo by Sebastian Derungs. Wikimedia/Sandstein/CC BY-SA 2.0

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