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IWF und Weltbank bestätigen: Wirtschaftswachstum und niedrige Inflation in Rußland – trotz Sanktionen

Washington D.C. Diese Rechnung des Westens ging nicht auf: trotz anhaltender Sanktionen verzeichnete Rußland 2018 ein anhaltendes Wirtschaftswachstum, und die Inflation blieb niedrig. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Weltbank hervor. Auch für die nächsten Jahre prognostizieren Weltbank-Analysten einen Anstieg des russischen Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Wörtlich heißt es in dem Bericht unter dem Titel „Global Economic Prospects. Darkening Skies“: „Obwohl die Wirtschaftssanktionen verschärft wurden, erlebte Rußland eine relativ niedrige und stabile Inflation und eine erhöhte Ölproduktion. Aufgrund der robusten Binnenkonjunktur wuchs die russische Wirtschaft im vergangenen Jahr um 1,6 Prozent.“

Allerdings prognostizieren die Autoren des Berichts auch eine kurzfristige Verlangsamung des Wachstums der russischen Wirtschaft im Jahr 2019. Die Weltbank erwartet allgemein eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums in den Ländern Osteuropas und Zentralasiens. Für die Jahre 2020 und 2021 prognostizieren die Weltbank-Analysten letztlich einen Anstieg der Wachstumsrate des russischen BIP auf 1,8 Prozent.

Im Oktober hatte bereits der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose für das russische BIP-Wachstum im Jahr 2019 um 0,3 Prozent auf 1,8 nach oben korrigiert. Gleichzeitig prognostizierte der IWF für das gesamte Jahr 2018 in Rußland – aufgrund einer moderat restriktiven Geldpolitik – eine Inflation in Höhe von 2,8 Prozent. Maurice Obstfeld, Chefökonom des IWF, hatte im Oktober unterstrichen, daß die positiven Auswirkungen der steigenden Weltölpreise auf die russische Wirtschaft die negativen Auswirkungen der US-Sanktionen gegen Rußland überwögen. (mü)