IWF und Weltbank bestätigen: Wirtschaftswachstum und niedrige Inflation in Rußland – trotz Sanktionen

17. Januar 2019
IWF und Weltbank bestätigen: Wirtschaftswachstum und niedrige Inflation in Rußland – trotz Sanktionen
Wirtschaft
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Washington D.C. Diese Rechnung des Westens ging nicht auf: trotz anhaltender Sanktionen verzeichnete Rußland 2018 ein anhaltendes Wirtschaftswachstum, und die Inflation blieb niedrig. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Weltbank hervor. Auch für die nächsten Jahre prognostizieren Weltbank-Analysten einen Anstieg des russischen Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Wörtlich heißt es in dem Bericht unter dem Titel „Global Economic Prospects. Darkening Skies“: „Obwohl die Wirtschaftssanktionen verschärft wurden, erlebte Rußland eine relativ niedrige und stabile Inflation und eine erhöhte Ölproduktion. Aufgrund der robusten Binnenkonjunktur wuchs die russische Wirtschaft im vergangenen Jahr um 1,6 Prozent.“

Allerdings prognostizieren die Autoren des Berichts auch eine kurzfristige Verlangsamung des Wachstums der russischen Wirtschaft im Jahr 2019. Die Weltbank erwartet allgemein eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums in den Ländern Osteuropas und Zentralasiens. Für die Jahre 2020 und 2021 prognostizieren die Weltbank-Analysten letztlich einen Anstieg der Wachstumsrate des russischen BIP auf 1,8 Prozent.

Im Oktober hatte bereits der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose für das russische BIP-Wachstum im Jahr 2019 um 0,3 Prozent auf 1,8 nach oben korrigiert. Gleichzeitig prognostizierte der IWF für das gesamte Jahr 2018 in Rußland – aufgrund einer moderat restriktiven Geldpolitik – eine Inflation in Höhe von 2,8 Prozent. Maurice Obstfeld, Chefökonom des IWF, hatte im Oktober unterstrichen, daß die positiven Auswirkungen der steigenden Weltölpreise auf die russische Wirtschaft die negativen Auswirkungen der US-Sanktionen gegen Rußland überwögen. (mü)

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2 Comments

  1. cui bono? schreibt:

    Eigentor des Wastens…

    Die Sanktionen haben bewirkt, dass Russland zuerst die Eigenversorgung verbessern musste – die funktioniert inzwischen und russische Bauern können ihre Produkte jetzt auch besser vermarkten.
    Die Bauern aus Griechenland, Bulgarien, Polen etc. sind die, die auf ihren Produkten sitzen blieben.

    In anderen Bereichen wurde nach anderen Partnern gesucht (BRICS) und Rest macht man inzwischen auch selbst oder bekommt aus Ländern, die nicht viel von diesen Sanktionen halten und Waren (evtl.nach „Verarbeitung“ umetikettiert) doch weiterverkaufen…

    Und Selbtbewustsein von Russen ist durch das ganze, sowie militärische Erfolge in Syrien, nur stärker geworden.

  2. Bernd Sydow schreibt:

    Daß die anhaltenden Sanktionen des Westens gegen die Russische Föderation bis heute nicht die erwartete Wirkung erzielt haben – im Grunde keine -, kommt nicht von ungefähr. Rußland ist ein riesiges Land, reich an Ressourcen. Die Sanktionen haben dazu geführt, daß es etliche Produkte, die früher importiert wurden, nun im eigenen Land herstellt, worunter insbesondere die deutsche Wirtschaft zu leiden hat. Man kann sagen, in gewisser Weise haben die Sanktionen Rußland mehr genützt als geschadet.

    Und wenn Putins Rußland wirklich so schlimm ist wie behauptet, wieso fand die – überaus erfolgreiche – Fußballweltmeisterschaft dort statt? Die russische Bevölkerung jedenfalls empfindet die westlichen Sanktionen als höchst ungerecht, und das aus gutem Grund:
    1. Rußlands Verantwortung für die Giftanschläge in Großbritannien ist bis heute nicht zweifelsfrei erwiesen.
    2. Der Anschluß der Krim an die Russische Föderation war keine Annexion, sondern der Wunsch der übergroßen Mehrheit der Krimbevölkerung.
    3. Am kriegerischen Konflikt in der Ost-Ukraine sind keine russischen Streitkräfte beteiligt.

    Es wird wirklich Zeit, daß der Westen diese Sanktionen beendet – auch in eigenem Interesse – und wieder politische Vernunft walten läßt!

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