Handball-Ikone Stefan Kretzschmar spricht Klartext: „Wir haben keine Meinungsfreiheit“

10. Januar 2019
Handball-Ikone Stefan Kretzschmar spricht Klartext: „Wir haben keine Meinungsfreiheit“
Kultur & Gesellschaft
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Berlin. Der derzeitige Botschafter der heute begonnenen Handball-WM 2019 und ehemalige Handballnationalspieler, Stefan Kretzschmar, hat eine mangelnde Meinungsfreiheit, insbesondere im Sport, beklagt. „Welcher Sportler äußert sich denn heute noch politisch – es sei denn es ist die mainstreampolitische Meinung, wo man sagt ‘Wir sind bunt!’ oder ‘Refugees Welcome’, wo man gesellschaftlich nichts falsch machen kann“, erklärte er gegenüber dem Nachrichtenportal „T-Online“. „Hat man aber eine einigermaßen kritische Meinung, darf man das in diesem Land nicht sagen.“ 

Zwar sei es nicht so, „daß wir in den Knast kommen, wenn wir uns kritisch äußern“, setzte der 45jährige erklärend nach. „Aber wir haben keine Meinungsfreiheit im eigentlichen Sinne. Sobald wir gesellschaftskritische Meinungen äußern, haben wir von unserem Arbeitgeber mit Repressalien zu rechnen.“ Egal ob im Handball oder im Fußball, kaum ein Spieler würde sich noch trauen, etwas zu sagen. Denn für jeden falschen Kommentar bekämen sie, so Kretzschmar, „eins auf die Fresse“. Kein Leistungssportler setze sich dem noch aus. „Keiner streckt den Kopf mehr höher raus, als er muß.“ (tw)

 

Bildquelle: Wikimedia/Sven Mandel/CC BY-SA 4.0

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6 Comments

  1. Maxi schreibt:

    Das mit dem Knast kommt noch. Gemach, gemach.

  2. Sack schreibt:

    Ein Kretschmar darf das sagen … Meinungsfreiheit!!

  3. Jupp aus der Schneifel schreibt:

    Hut ab vor diesem richtigen Mann!

  4. Belsazar schreibt:

    Wie recht er hat und hoffentlich hat er sich nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt . Die selbsternannten linksgrünen ( auch gern mal zuschlagenden) Mainstreamakrobaten lauern überall.

  5. Rodolfo Panetta schreibt:

    Schon diese Meinungsäußerung kann Stefan Kretzschmar eine Ächtung in den Medien bescheren. Denn die Wahrheit laut auszusprechen kann sich in diesem Lande tödlich auswirken.

  6. cui bono? schreibt:

    Wie wahr…

    Ich habe meinem Sohn schon vor einigen Jahren gesagt, dass mich so manches an die Tschechoslowakei so ca. 1972 (nach den 1968-Säuberungen)erinnert.
    Da war es auch besser nach außen Klappe und Schritt zu halten, damit man den (vor allem bei den relativ gut bezahlten) Job nicht verliert.

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