Die US-Grenze bleibt dicht: Wieder Reizgas gegen „Flüchtlinge“ aus dem Süden

5. Januar 2019
Die US-Grenze bleibt dicht: Wieder Reizgas gegen „Flüchtlinge“ aus dem Süden
International
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Tijuana. Turbulenter Jahresauftakt an der amerikanisch-mexikanischen Grenze: US-Grenzposten haben dort jetzt erneut Tränengas eingesetzt, um eine Gruppe von „Flüchtlingen“ aus Mittelamerika an der Überquerung der Grenze zu hindern. Einem Augenzeugen zufolge feuerten US-Sicherheitsleute in der Nacht auf Dienstag das Reizgas über die Grenze, als einige Personen den Zaun bei Tijuana überklettern wollten.

Die US-Grenzschutzbehörde CBP erklärte, Tränengas sei eingesetzt worden, als Migranten US-Beamte mit Steinen bewarfen, die Kindern und Jugendlichen über den mit Stacheldraht gesicherten Zaun helfen wollten. Insgesamt hatten sich am Montagabend rund 150 mittelamerikanische „Flüchtlinge“ in der Nähe des Grenzzauns versammelt. Die meisten kehrten nach Angaben der CBP nach Mexiko zurück, 25 Menschen, darunter zwei Teenager, seien festgenommen worden.

Für einem ähnlichen Vorfall im November hatte Mexiko eine Untersuchung gefordert, weil dabei Waffen auf das Staatsgebiet von Mexiko gerichtet worden seien.

Tausende vorgeblicher „Flüchtlinge“ lagern seit Wochen in der Grenzstadt Tijuana und hoffen, in den USA Asyl gewährt zu bekommen. US-Präsident Trump hat die US-Grenzposten allerdings zu hartem Durchgreifen aufgefordert und beharrt darauf, daß es Asyl in den USA nur nach ordnungsgemäß eingereichten Asylanträgen geben könne. (mü)

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