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Gazprom-Chef reagiert auf US-Störmanöver: „Nord Stream 2 wird erfolgreich starten“

Moskau. Die USA verstärken den Druck auf Deutschland und Europa, um das deutsch-russische Pipelineprojekt Nord Stream 2 in der Ostsee noch zum Scheitern zu bringen. Gazprom-Chef Miller äußerte sich jetzt demgegenüber optimistisch, daß Nord Stream 2 unerachtet amerikanischer Behinderungsversuche erfolgreich starten werde.

Wörtlich sagte Miller laut russischen Medien: „Wir arbeiten gemäß den Planungen, wie sie ganz am Anfang getroffen worden sind. Der Plan für den Beginn der Gasversorgung ist der 1. Januar 2020“, sagte Miller.

Auch der Chef des russischen Ölkonzerns Rosneft, Setschin, betonte, daß man bereit sei, unter allen Bedingungen zu arbeiten, auch wenn sich beispielsweise die Beziehungen zwischen Rußland und den USA verschlechtern sollten. „Wir arbeiten ständig unter diesen Bedingungen. Risikomanagement ist unsere Aufgabe“, sagte Setschin.

Sowohl die Bundesregierung als auch der Kreml bestritten wiederholt jede Politisierung des Projekts. Nord Stream 2 sei rein wirtschaftlicher Natur und diene ausschließlich der Verbesserung der europäischen Gasversorgung sowie der europäischen Energiesicherheit. Genau das bestreiten Kritiker des Projekts dies- und jenseits des Atlantiks geradezu gebetsmühlenhaft. Hintergrund der Kritik ist allerdings, daß die USA verstärkt mit umweltschädlichem Fracking-Gas aus eigener Förderung auf den europäischen Markt drängen und der russischen Konkurrenz Marktanteile abnehmen möchten. (mü)

Bildquelle: Wikimedia/Bair175/CC BY-SA 3.0 (Bildformat bearb.)