Heimtückische israelische Taktik: Kampfjets „versteckten“ sich erneut hinter anderen Flugzeugen

29. Dezember 2018
Heimtückische israelische Taktik: Kampfjets „versteckten“ sich erneut hinter anderen Flugzeugen
International
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Damaskus/Beirut. Die Kritik an den jüngsten israelischen Luft-Aktivitäten über Syrien reißt nicht ab. Nach einem Einsatz in der Nacht zum Dienstag, der Waffenlagern in Syrien galt, hatte zunächst das russische Verteidigungsministerium von einer „Provokation“ und einer „direkten Bedrohung“ für zwei zivile Flüge in der Region gesprochen. Zwei Geschosse schlugen westlich von Damaskus ein. Das syrische Militär wagte nach eigenen Angaben nicht, diese abzufangen, weil sich offenbar erneut israelische Kampfjets hinter zivilen Flugzeugen „versteckten“. Das syrische Militär konnte infolgedessen seine Luftabwehrfähigkeiten nicht voll entfalten. Eine ähnliche Taktik hatte im September dazu geführt, daß eine russische Aufklärungsmaschine mit 15 Soldaten an Bord versehentlich von der syrischen Flugabwehr abgeschossen worden war.

Ein nicht näher genannter israelischer Offizieller bestätigte der „Washington Post“ gegenüber die Angriffe. Zum etwaigen „Verstecken“ hinter zivilen Fliegern äußerte er sich nicht.

Als besonders empörend wird auf Seiten der Pro-Assad-Allianz gewertet, daß Israel die Raketen von libanesischem Luftraum aus abgefeuert hat, als sich die beiden zivilen Flugzeuge gerade im Landeanflug auf Beirut beziehungsweise Damaskus befanden. Eine Maschine wurde daraufhin auf den russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in der Nähe von Lakatia umgeleitet.

Auch der libanesische Verkehrsminister Fenianos kritisierte das Israels Verhalten scharf. Beirut will eine dringliche Beschwerde beim UN-Sicherheitsrat einreichen.

Nach wie vor unklar ist, um welche Fluglinien es sich bei den angeblich gefährdeten Flügen handelte. Der Luftraum über Syrien ist derzeit großteils verwaist. In Syrien startet und landet neben der staatlichen Syrian Air und einigen privaten syrischen Flugunternehmen nur noch Iraqi Airways. Beide fliegen auch Beirut an. Über syrisches Luftgebiet fliegt zudem trotz Warnungen der Internationalen Luftverkehrsvereinigung (IATA) auch die nationale Fluggesellschaft des Libanon, Middle East Airlines (MEA). Während der Angriffe soll sich laut einer Quelle vom Beiruter Flughafen aber kein Flieger der MEA in der Luft befunden haben. (mü)

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2 Comments

  1. Rack schreibt:

    Wenn in Kriegen das Leben von Millionen von Menschen keine Rolle spielt, was bedeuten dann einige hundert Opfer. Wie z.B. als ein koreanisches Verkehrsflugzeug benutzt worden ist, um die Luftverteidigung über Sachalien auszutesten?
    „Menschenfreunde“ nehmen auf so etwas bei ihrer Verteidigung der Menschlichkeit keine Rücksicht!

  2. Joachim schreibt:

    Egal warum sie in Syrien fliegen, es ist ein kriegerischer Akt und der muß nicht hingenommen werden und sie sind die einzigen, die sich so etwas auf der Welt erlauben können, allen anderen hätte man schon mit der Keule gedroht und selbst die Russen wollen dadurch nicht in einen Konflikt hineingezogen werden und halten still, das zeugt aber nicht unbedingt von großer Zuverlässigkeit und bei dem Abwehrsystem ist es trotzdem unverständlich, wie die Eindringlinge es schaffen unversehrt nach Hause zu kommen, sie wissen doch was sie machen und haben eben dann mit Konsequenzen zu rechnen oder man hat Absprachen von denen die Welt nicht informiert ist, gerade dann, wenn es keine Syrer, sondern andere Nationalitäten in Syrien betrifft.

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