Islamischer Terroranschlag in Straßburg: Der Täter ist „Franzose“ mit nordafrikanischen Wurzeln

12. Dezember 2018
Islamischer Terroranschlag in Straßburg: Der Täter ist „Franzose“ mit nordafrikanischen Wurzeln
Kultur & Gesellschaft
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Straßburg. Alle Jahre wieder – diesmal im vorweihnachtlichen Straßburg. Dort ereignete sich am Dienstagabend ein erneuter islamischer Terroranschlag und legte während der Plenarwoche des Europaparlaments das öffentliche Leben für etliche Stunden weitgehend lahm.

Gegen 20 Uhr begann ein Mann am Rande des Weihnachtsmarkts mit einem automatischen Gewehr um sich zu schießen. Dabei wurden drei Menschen getötet und dreizehn verletzt, sieben davon schwer. Es folgten zwei Schußwechsel mit Sicherheitskräften, Soldaten schossen den Schützen an. Er soll am Arm verletzt worden sein. Der Mann flüchtete mit einem gestohlenen Taxi. Die Grenze zu Deutschland wurde noch am Dienstagabend geschlossen. In der Nacht auf Mittwoch rief die französische Regierung erneut die höchste Terrorwarnstufe aus.

Der Tatverdächtige ist der französischen wie der deutschen Justiz seit langem bekannt. Der Mann ist 29 Jahre alt und französischer Staatsbürger mit nordafrikanischen Wurzeln. Er wohnt im Straßburger Stadtteil Neudorf. Es gab bereits Verurteilungen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz wegen Einbrüchen.

2008 war er in Frankreich und dann 2013 in der Schweiz wegen Einbrüchen bestraft worden. Demnach erbeutete er im Februar 2012 in einer Zahnarztpraxis in Mainz 1467 Euro Bargeld, Briefmarken im Wert von 192 Euro sowie Zahngold im Wert von 6572 Euro. Im Januar 2016 soll er in Engen (Landkreis Konstanz) in eine Apotheke eingebrochen sein und 315 Euro erbeutet haben. Er habe alle Taten zugegeben. Im Urteil steht unter anderem, daß er seit 2011 arbeitslos „und nach eigenen Angaben viel auf Reisen“ war.

Eigentlich hätte der Mann am Dienstagvormittag wegen eines anderen Delikts und einer Haftstrafe festgenommen werden sollen. Laut französischen Medien wurde er wegen versuchten Mordes gesucht. Er war aber nicht seiner Wohnung anzutreffen. Bei der Durchsuchung fand die Polizei auch Granaten.

Die Straßburger Polizeipräfektur erklärte, der Täter sei vom Inlandsgeheimdienst als Sicherheitsrisiko eingestuft gewesen und auf der Liste der „Radikalisierten“ geführt worden. Derzeit suchen 350 Sicherheitskräfte nach ihm. Zeugen gaben mittlerweile an, der Täter habe während der Schießerei „Allahu akbar“ gerufen.

Die französische Polizei hat mittlerweile fünf Verdächtige festgenommen, die Verbindungen zu dem Verdächtigen gehabt haben sollen.

Der Anschlag führte noch am Dienstagabend zu umfangreichen Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens und des Parlamentsbetriebes. In Straßburg findet dieser Tage das Dezember-Plenum des Europaparlaments statt. Als Raktion auf den Anschlag in der Innenstadt ließ die Parlamentsverwaltung das Parlament abriegeln, und die noch im Gebäude befindlichen Abgeordneten mußten bis nach fünf Uhr morgens ausharren. Inzwischen wurde der reguläre Parlamentsbetrieb wieder aufgenommen. Die Straßburger Innenstadt gleicht allerdings einer Festung. Der Straßenbahnverkehr ist teilweise eingeschränkt, und allenthalben beherrschen Polizei- und Armeepatrouillen das Bild. (mü)

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2 Comments

  1. Hermann1 schreibt:

    Das haben „Franzosen“ halt so ansich, dass sie mit Knarre und Koran über den Weihnachtsmarkt laufen!

  2. Olsen schreibt:

    Franzose? Wenn man einen Esel in den Pferdestall stellt, ist er dann ein Pferd?

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