Paris brennt! „Gelbwesten“-Proteste gegen neoliberal-linke Regierung weiten sich aus – Wird der Ausnahmezustand ausgerufen?

2. Dezember 2018
Paris brennt! „Gelbwesten“-Proteste gegen neoliberal-linke Regierung weiten sich aus – Wird der Ausnahmezustand ausgerufen?
International
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Paris. Die regierungskritische „Gelbwesten“-Bewegung brachte am gestrigen Sonnabend landesweit rund 100.000 Protestler auf die Straßen Frankreichs. In Paris brannten Barrikaden und Autos, Fensterscheiben wurden mit Steinen eingeworfen, ein Toter war zu verzeichnen, die Polizei mußte mit Wasserwerfern und Tränengas sowie einem Großaufgebot vorgehen, über 400 Personen wurden festgenommen.

Insbesondere im Bereich um den Champs-Élysées ereigneten sich regelrechte Straßenschlachten zwischen Polizei und radikalen Demonstranten. Beobachter sprechen von bürgerkriegsähnlichen Bildern, ganze Straßenzüge glichen Kriegsgebieten, rund 130 Menschen wurden verletzt.

Anlaß für die Proteste der „Gelbwesten“ waren konkret die explodierenden Kraftstoffpreise, doch darüber hinaus steht die neoliberal-linke Reformpolitik des umstrittenen Staatspräsidenten Macron im Fokus der Kritik.

Aus Regierungskreisen drang inzwischen durch, daß über die Verhängung des Ausnahmezustands beraten wird. (se)

 

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10 Comments

  1. Wolfgang Schlichting schreibt:

    An den Franzosen können sich unsere nicht nur hinter den Ohren grünen, kadavergehorsamen und patriotsfeindlichen „Wichtelmännchen“ ein Beispiel nehmen, die (wenn überhaupt) über die Tastatur ihres PC „demonstrieren“ und zwischendurch die vollen Windeln beim Nachwuchs wechseln.

    • Belsazar schreibt:

      Solche Zustände sollten wir uns nicht wünschen. Anarchie und der Mob der Straße führen zum Chaos und helfen niemandem.

  2. Bernd Sydow schreibt:

    Es entspricht nicht dem Naturell von Macron, den Ausnahmezustand zu verkünden. Er wird vielmehr Vertreter der gesellschaftlichen Gruppen, auch der „Gelbwesten“, zu einem Gespräch in seinen Regierungspalast laden, um ihnen seine Reformpolitik zu „erklären“. Auch bei früheren Regierungen gab es des öfteren „Reformen“, die allerdings die einfachen Leute eher benachteiligten, hingegen mehr den Wohlhabenderen zugute kamen. Macron ist ein Politiker großer Visionen, aber – das fiel mir schon im Präsidentschaftswahlkampf auf – für die Sorgen und Nöte seiner autochthonen Durchschnittsbevölkerung zeigt er eher ein mäßiges Interesse.

    Das erinnert irgendwie an das Jahr 1789. Als die notleidende und hungernde Bevölkerung den König um Brot bat, antwortete seine Gemahlin kaltschnäuzig: „Wenn die Leute kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen!“. Die weiteren Ereignisse sind bekannt.

    • Bernd Sydow schreibt:

      Bemerkung zum ersten Satz meines Kommentars: Habe den Kommentar gegen 10.30 Uhr beendet – dieser Hinweis ist für den Fall, daß Macron doch noch den Ausnahmezustand ausruft bzw. mittlerweile ausgerufen hat.

    • Belsazar schreibt:

      Der Satz, den Die Königin angeblich gesprochen hat wurde von den Aufständigen,zum Aufwiegeln der Massen erfunden und unters Volk gebracht.

  3. ABEL schreibt:

    Lieb Vaterland magst ruhig sein! Alles zu seiner Zeit!

  4. Realist schreibt:

    Wo bleiben in Deutschland die starken Feministinnen, die scheinbar alles mindestens so gut können wie Männer? Lust auf ein weiteres Verschleudern eurer Steuergelder an Kulturfremde und Überwachungs- und Sicherheitskräfte? Lust auf einen immer islamischeren und frauenverachtenden Nachwuchs? Lust auf ein immer leistungsfordernderes Deutschland, das immer mehr Geld an Organisationen wie EU, UN etc. überweist, während Frankreich Arbeitnehmern 40 Urlaubstage gewährt? Na? Die Männer sollen raus? Die Quote bei „Vorständen von Dax-Unternehmen“ ist aber auch CDU-Wählerinnen ganz genehm oder? Läuft…

  5. edelweiss schreibt:

    Die 3 großen Völker haben kapiert und D.?
    Das gewesene Volk der Dichter und Denker bleibt weichgespült und debil.

  6. vafti schreibt:

    Wenn man mal nachfragt, wer oder was die Gelbwesten sind,
    dann stößt man auf eine Protestkultur, die niemals bessere
    Änderungen vornehmen kann.

    Verbesserungen bedürfen einem besseren politischem
    Programm.
    Mich wundert es überhaupt, warum die Franzosen den
    Macron ( Rothschildberater und frecher Freimaurer )
    gewählt haben.

    • ABEL schreibt:

      Macron wurde sicher nicht gewählt sonder wohl eher wie viele andere installiert. Seine Förder sind so gut wie allmächtig, und seine treuen Anhänger führen jetzt aus was Macron sich mit Merkel wünschen, eine Europäische Armee und da müssen erst einmal nationale Elemente ausgemerzt werden. Unter dem Deckmantel sozialer Ziele werden derzeit bei Straßenschlachten von organisierten linken Berufsrevoluzern viele Insignien der GRANDE NATION demoliert. Selbst Napoleon (der Löwe von Napur) blieb nicht verschont, er wurde geköpft.

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