Empörung über Umerziehungsbroschüre der Bundesregierung weitet sich aus

30. November 2018
Empörung über Umerziehungsbroschüre der Bundesregierung weitet sich aus
Kultur & Gesellschaft
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Berlin. Eine umstrittene Broschüre der linken Amadeu-Antonio-Stiftung muß sich nicht mehr nur Kritik in den sozialen Netzwerken, sondern auch im Bundestag gefallen lassen. So forderte mittlerweile sogar die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Unionsfraktionen, Nadine Schön (CDU), die Broschüre mit dem unverdächtigen Namen „Ene, mene, muh – und raus bist du!“ sofort einzustampfen. „Die Broschüre enthält absurde Fallbeispiele und Vorschläge. So wird erklärt, woran ‘gefährdete’ Kinder aus ‘völkischen Familien’ erkannt werden können. Zum Beispiel daran, daß Mädchen Zöpfe und Kleider tragen und daheim zu Haus- und Handarbeiten angeleitet werden“, so die Abgeordnete.

„Eine Broschüre, die Vorurteile bekämpfen will, vermittelt selbst welche.“ Ein weiterer Kritikpunkt: Die Broschüre fixiere sich nur auf „rechtsradikale“ Elternhäuser, linksextremistische Eltern werden beispielsweise nicht thematisiert. Zudem sei das Heft eine staatliche Handlungsanweisung zur Elternspionage und Elternerziehung für Erzieherinnen. So werden in der Broschüre bereits Eltern verdächtigt, die sich gegen „Gender-Quatsch“ oder „Frühsexualisierung“ aussprechen. Als konkretes Negativbeispiel dient auch eine Mutter, die dagegen sei, daß sich ihr Sohn in der Kita die Fingernägel lackieren lassen.

„Die in dieser Broschüre empfohlenen Methoden wecken Erinnerungen an Zeiten in Deutschland, in denen nur eine einzige politische Einstellung opportun oder geduldet war und Kinder gegen ihre Eltern ausgespielt wurden“, kritisierte auch der familienpolitischen Sprecher der Unionsfraktion, Markus Weinberg (CDU), gegenüber dem „Focus“.

Gunnar Schupelius kommentiert den Vorgang in der „Berliner Zeitung“ treffend: „Es ist nämlich nicht Aufgabe des Staates und der Kindergärten, die Lebensweise der Eltern zu prüfen und zu korrigieren. Die Meinungsfreiheit muss uns ebenso heilig sein wie die Privatsphäre. Wenn man dem Staat erst einmal zugesteht, sich in dieser Weise auf die Privatsphäre von Familien Zugriff zu verschaffen, dann ist eine prinzipielle Grenze überschritten. Dann kann sehr schnell wieder geschehen, was in den deutschen Diktaturen geschah: In der DDR und im NS-Staat wurden Kinder einer Gesinnungskontrolle unterzogen und sogar als Spitzel gegen ihre Eltern eingesetzt.“ Den Eltern vorzuschreiben, „welche politischen Einstellungen sie als gefährlich einzustufen haben, ist ein Eingriff, den es in einem freien Land nicht geben darf“, so Schupelius.

Wie eine Anfrage des AfD-Abgeordneten Stephan Brander ergab, waren allein für die Erstellung der umstrittenen Publikation 4.600 Euro veranschlagt. Das ist aber nur ein Bruchteil der 967.000 Euro, die die Amadeu-Antonio-Stiftung jährlich vom Bund bekommt. (tw/se)

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8 Comments

  1. Olsen schreibt:

    Habe gerade „nebenan“ die Frage gelesen: „Wie lange dauert es noch, bis die islamische Republik ausgerufen wird?“ Gefällt mir. Schreibe ich mir aufs Auto.

    • Marques del Puerto schreibt:

      Vandalismus am Auto zahlt aber meist nur die Vollkasko. *g*
      Aber um die Frage zu beantworten, wenn eine islamische Teilrepublik in ca.5 Jahre in den alten Bundesländern, in den neuen vermutlich nie.

  2. Belsazar schreibt:

    Es ist unglaublich was sich in diesem unserem Land abspielt und ich bin mir sicher, daß eine Mehrheit im „Deutschen“ Bundestag das so will.

  3. Wolfgang Schlichting schreibt:

    Parteien und ihre Stiftungen dürften keinen Cent aus der Staatskasse erhalten, letztendlich handelt es sich um private Vereine und deren Institutionen, die sich wie jeder andere Kleingarten-, oder Hundeverein aus den Beiträgen der Mitglieder und den bombastisch hohen Spenden, die ihnen aus der Wirtschaft zufließen, finanzieren müssten, denn von Gemeinnützigkeit kann bei den Parteien keine Rede sein, wenn sie gemeinnützig wären, würde die SPD nicht über ein Parteivermögen von mehr als einer Milliarde Euro verfügen und viel ärmer sind die anderen etablierten Parteien auch nicht.

  4. Claus schreibt:

    Man muss sich nur die Vergangenheit der Gestalt ansehen, die diesem Verein vorsteht. Stasi 2.0.

  5. Bernd Sydow schreibt:

    Es ist unbestritten, daß Anetta Kahane Zuträgerin der DDR-Staatssicherheit war. Es sollte unbestritten sein, daß ihre Amadeu-Antonio-Stiftung ein links-denunziatorischer Verein ist. Es dürfte unbestritten sein, daß die von ihrer Stiftung zu verantwortende Broschüre „Ene, mene, muh – und raus bist du!“ (Beim „raus bist du“ mußte ich unwillkürlich an Bundesfamilienministerin Giffay denken) geeignet ist, Kita-Erzieher(innen) gegen Eltern aufzuhetzen, die „sich erlauben“, ihre Kinder im Sinne deutscher Tradition und Identität zu erziehen. Warum, frage ich, wird diese Stiftung nicht verboten, sondern stattdessen mit Steuergeldern auch noch gepäppelt?

    Nun, im Grunde kann ich mir die Antwort selber geben: Weil das von unserem Linkskartell geförderte links-denunziatorische Klima in der BRD längst Staatsdoktrin geworden ist!

  6. Günther schreibt:

    Ich bekomme es mit der Angst, man bedenke man hat Kinder und sieht was in unserm Land geschieht. Das ist nicht das Deutschland unserer Väter, das ist B.R.D.!
    Macht nur weiter die Augen zu!

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