Russische S-300-Systeme in Syrien: Washington warnt vor „versehentlichen“ Abschüssen

25. November 2018
Russische S-300-Systeme in Syrien: Washington warnt vor „versehentlichen“ Abschüssen
International
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Washington/Damaskus. Die Lieferung russischer S-300-Flugabwehrsysteme an Syrien sorgt in Washington für Stirnrunzeln. Jetzt hat ein US-Regierungsvertreter davor gewarnt, daß die Syrer mit der russischen High-Tech-Flugabwehr „versehentlich“ Flugzeuge abschießen könnten. Der US-Sonderbeauftragte für Syrien, James Jeffrey, erinnerte in diesem Zusammenhang ausdrücklich an den Abschuß einer russischen Il-20 im September.

„Damals wurde ein russisches Flugzeug durch einen Fehler des syrischen Militärs abgeschossen, 15 Menschen starben“, sagte Jeffrey, verschwieg dabei aber, daß israelische Kampfjets die syrische Flugabwehr bei dem Vorfall irregeführt hatten. „Die Lieferung der S-300 wird dazu führen, daß die syrischen Militärs zukünftig noch mehr Möglichkeit für derartige Fehler haben. Deshalb rufen wir Rußland zu maximaler Vorsicht auf.“

Moskau macht für den Zwischenfall im September – zurecht – Israel verantwortlich und reagierte darauf mit der Lieferung von vier S-300-Systemen an Syrien. Mit einer Reichweite von mehr als 200 Kilometern sollen diese die Leistungsfähigkeit der syrischen Luftverteidigung erhöhen und fremde Mächte vor neuen Angriffen auf Syrien abschrecken. Das syrische Militär wird derzeit im Umgang mit den S-300-Batterien geschult, die in drei Monaten in Stellung gehen sollen. Zugleich will das russische Verteidigungsministerium die syrischen Flugabwehr-Einheiten mit neuer Feuerlenkautomatik und Störsendern ausstatten. (mü)

 

Bildquelle: Wikimedia/Vitaly V. Kuzmin/CC BY-SA 3.0

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