Ungarns Präsident Orbán spricht erneut Klartext: „Europa befindet sich im Kulturkrieg“

8. Oktober 2018
Ungarns Präsident Orbán spricht erneut Klartext: „Europa befindet sich im Kulturkrieg“
International
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Budapest. Der ungarische Präsident Orbán hat einmal mehr durchblicken lassen, daß seine Regierung den aktuellen Konflikt mit der EU in Sachen Zuwanderungspolitik nicht nur als politische Auseinandersetzung, sondern auch als ideologischen Konflikt betrachtet. Anläßlich der Einweihung des neugestalteten Kulturzentrums Budai Vigadó im Budapester ersten Bezirk erklärte Orbán jetzt, daß Europa und nicht Ungarn in einen „Kulturkrieg“ verwickelt sei. „Dieser europäische Kulturkrieg ist der Kampf für unsere eigene Kultur“, sagte Orbán.

Er widersprach der von – westlichen – Kritikern vorgebrachten Auffassung, in Ungarn selbst werde ein „Kulturkrieg“ ausgetragen: „Ich vermute, daß das Ringen um Positionen und die Debatten in den Zeitungen zwischen den verschiedenen Kulturphilosophien Teil der natürlichen Ordnung des modernen Lebens sind.“ Die kulturelle Situation in Ungarn könnte dagegen eher als „Kulturfrieden“ bezeichnet werden.

Der ungarische Regierungschef zeigte sich zuversichtlich, daß sich die ungarische Position bald allgemein durchsetzen werde: „Bald wird es völlige Übereinstimmung darüber geben, daß unsere Zukunft auf Familie, Arbeit und der Wiedervereinigung der Nation aufbauen muß.“ Die Europäer respektierten andere Kulturen und ihre Vertreter zwar, aber „niemand kann uns zwingen, dies als Verzicht auf unsere eigene Kultur und Unterwerfung unter eine andere Kultur zu betrachten“.

„In unserem eigenen Land – und das gilt sowohl für Europa als auch für Ungarn – möchten wir nach den Regeln und Werten unserer eigenen Kultur leben“, sagte der Premierminister. Er argumentierte, daß, wenn die historischen und kulturellen Grundlagen Ungarns verschwinden würden, „wenn wir den kulturellen Untergrund ersetzen“, Europa „wie ein Kartenhaus zusammenbrechen würde“.

Die Ungarn seien sich dieser Gefahr bewußt. „Wir werden also aufstehen und erklären, wer wir sind und was wir von Gott, der Heimat und der Familie halten und welche Auswirkungen die Ungarn auf das europäische Leben haben“, sagte Orbán. „Wenn nicht, werden wir einer schleichenden paneuropäischen kulturellen Selbstverleugnung zum Opfer fallen.“

Orbán führte weiter aus, die Zukunft eines Landes sei nicht nur durch seine wirtschaftliche und militärische Stärke und seinen politischen Einfluß bestimmt, sondern auch durch seine „kulturelle Leistung“. Deshalb sei jeder für die Kultur ausgegebene Forint eine „Investition in eine ungarische und christliche, mit anderen Worten, eine europäische Zukunft“. Die ungarische Regierung habe 7,5 Milliarden Forint (23,2 Millionen Euro) für die Renovierung der Budai Vigadó aufgewendet, die als Sitz des Ungarischen Kulturerbe-Hauses dient. (mü)

 

Bildquelle: http://orbanviktor.hu

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Ein Kommentar

  1. Sieglinde Nitschke schreibt:

    Nicht nur ich,sehr viele Menschen hier in Deutschland wären glü klich wenn das auch bei uns verkündet würde.
    Das Ungarische Volk kann sich glücklich schätzen einen solchen
    Präsidenten zu haben.
    Wir in Deutschland hoffen, daß im Dezember zu Unterzeichnug des
    Migrationspaktes Präsident Orban sein Versprechen einhält und
    nicht unterzeichnet. Gleichzeitig hoffen wir darauf,dass andere
    Länder sich ihm anschliessen. Unser aller christliche Kultur hängt
    daran. Ebenso wie unsere und unser Kinder und Enkelkinder Freiheit.

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