Washington übt sich im Spiegelfechten mit Iran: „Freundschaftsvertrag“ von 1955 formell aufgekündigt

6. Oktober 2018
Washington übt sich im Spiegelfechten mit Iran: „Freundschaftsvertrag“ von 1955 formell aufgekündigt
International
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Washington/Teheran. Die US-Regierung will es offenbar partout nicht an einer Eskalation ihrer Beziehungen zum Iran fehlen lassen. Jetzt hat Washington – nach dem jüngsten Urteil des Internationalen Gerichtshofs (IGH) zu Sanktionen gegen Teheran – einen uralten Freundschaftsvertrag mit Iran aufgekündigt. Washington beende das Abkommen aus dem Jahr 1955, sagte US-Außenminister Mike Pompeo am Mittwoch in Washington. Dieser Schritt sei seit 39 Jahren überfällig, fügte er mit Blick auf die islamische Revolution im Jahr 1979 hinzu.

Die Entscheidung hat allerdings vor allem symbolischen Charakter. Beide Länder hatten seit 1980 ohnehin keine diplomatischen Beziehungen mehr unterhalten.

Das UNO-Gericht in Den Haag hatte am Mittwoch entschieden, daß die USA einen Teil ihrer Sanktionen gegen Teheran aufheben müssen, die US-Präsident Donald Trump im August wieder in Kraft gesetzt hatte. Strafmaßnahmen, die humanitäre Güter betreffen, seien unzulässig, stellte das Gericht fest. Das Urteil bezieht sich auf die Ausfuhr von Medikamenten, medizinischem Material, Nahrungsmitteln, Agrarprodukten und Flugzeugteilen. (mü)

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Ein Kommentar

  1. Fernglas schreibt:

    Sind die USA nicht schon vor ungefähr vierzig Jahren ihres Vertragspartner verlustig gegangen? Also nur heiße Luft!

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