Zankapfel Südchinesisches Meer: Chinesische und US-Marine geraten aneinander

3. Oktober 2018
Zankapfel Südchinesisches Meer: Chinesische und US-Marine geraten aneinander
International
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Peking/Washington. Im Südchinesischen Meer hat sich ein Zwischenfall zwischen einem US-Kriegsschiff und einem Kriegsschiff der chinesischen Marine ereignet. Der chinesische Zerstörer habe sich dem US-Zerstörer „USS Decatur“ mit „zunehmend aggressiven Manövern“ bis auf 45 Meter genähert, erklärte ein Sprecher der US-Marine am Montag. Die „USS Decatur“ habe ihren Kurs ändern müssen, um eine Kollision zu verhindern.

Das US-Kriegsschiff befand sich zu dem Zeitpunkt zwölf Seemeilen von zwei Riffen der umstrittenen Spratly-Inseln entfernt. Zwölf Seemeilen gelten als Grenze der Territorialgewässer vor einer Küste.

Das chinesische Verteidigungsministerium erklärte zu dem Vorfall, der US-Zerstörer sei „ohne Erlaubnis“ in das Gebiet eingedrungen und sei zum Verlassen der Region aufgefordert worden. Die USA schickten immer wieder Kriegsschiffe in „Territorialgewässer nahe chinesischer Riffe oder Inseln im Südchinesischen Meer“ und bedrohten damit Chinas Souveränität und Sicherheit.

China erhebt Anspruch auf einen Großteil des Südchinesischen Meeres, von dem auch Taiwan, die Philippinen, Brunei, Malaysia und Vietnam Gebiete für sich in Anspruch nehmen. Peking schüttete an den Spratly-Inseln in den vergangenen Jahren künstliche Inseln auf und errichtete Militärstützpunkte. Die USA schicken immer wieder Kriegsschiffe in die Region, um ihren Anspruch auf eine freie Durchfahrt zu untermauern. Die Beziehungen zwischen China und den USA sind auch deshalb deutlich angespannt. (mü)

 

Bildquelle: Wikimedia/US Navy/gemeinfrei

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