Wegen US-Sanktionen: Iran will Öl billiger an asiatische Kunden abgeben

14. August 2018
Wegen US-Sanktionen: Iran will Öl billiger an asiatische Kunden abgeben
Wirtschaft
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Teheran. Der Iran bereitet sich auf die angekündigten US-Wirtschaftssanktionen vor und versucht, soweit möglich, ihre Wirkung abzufedern. Jetzt will Teheran deshalb seinen Ölabsatz nach Asien ankurbeln. Auf Rohölverkäufe an asiatische Abnehmer würden künftig Preisnachlässe gewährt, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf einen Informanten aus dem Ölministerium in Teheran. Daß ein Ölproduzent Ermäßigungen gewähre, sei allerdings nicht unüblich. Dies werde auf dem Weltmarkt von allen Ölexporteuren so gehandhabt.

Bereits am Freitag hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, daß die staatliche iranische Ölgesellschaft NIOC von September an den Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl für asiatische Kunden im Vergleich zu Rohöl aus Saudi-Arabien auf den tiefsten Stand seit 14 Jahren senken werde.

Die USA hatten am vergangenen Dienstag einseitige Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft gesetzt, die sich zunächst gegen Irans Zugang zu US-Banknoten, den Automobilsektor und den Export von Metallen, landwirtschaftlichen Produkten und Teppichen richten. In einem zweiten Schritt sollen am 5. November weitere US-Sanktionen folgen – dann ist unter anderem der Ölsektor die Zielscheibe.

Wichtige Abnehmer von iranischem Öl wie China und Indien haben angekündigt, ihre Importe nicht entscheidend drosseln zu wollen. Trotzdem erwarten Experten, daß die iranischen Exporte von gegenwärtig rund 2,3 Millionen Barrel pro Tag um 700.000 sinken könnten. (mü)

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