In Korruption gefangen: Ukraine verliert jährlich bis zu 4,8 Mrd. Dollar allein bei Zoll-Betrügereien

9. August 2018
In Korruption gefangen: Ukraine verliert jährlich bis zu 4,8 Mrd. Dollar allein bei Zoll-Betrügereien
International
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Kiew. Die Ukraine hält sich seit dem Maidan-Putsch im Februar 2014 viel auf  ihre Zugehörigkeit zum „Westen“ zugute. Die Kehrseite ist, daß die Ukraine infolge ihrer Westwendung in einem Sumpf aus Mißwirtschaft und Korruption versinkt. Die Korruption verschlingt derzeit mehr Geld, als sich das Land von seinen internationalen Geldgebern leihen will: bis zu 4,8 Milliarden Dollar – und das allein beim Zoll.

Der ukrainische Generalstaatsanwalt Jurij Luzenko teilte jetzt der „Süddeutschen Zeitung“ mit, dem Land entgingen beim Zoll „ungefähr 30 bis 40 Prozent“ durch Korruption. Das wären bis zu 4,8 Milliarden Dollar (4,1 Mrd Euro). „Das entspricht weit mehr als einem Zehntel der Staatseinnahmen und ist doppelt so viel Geld, wie sich die Ukraine 2018 von Internationalem Währungsfonds, EU und Weltbank leihen will“, hieß es.

Unter Berufung auf Dokumente mit Frachtbrief-, Container- und Zollerklärungsnummern berichtet die „Süddeutsche“, wie Waren von Importfirmen und Zollmitarbeitern umdeklariert werden, so daß weniger Zoll entrichtet werden muß. So habe eine Firma aus Dnjepropetrowsk 103 Container mit Fahrradteilen, Gartenscheren, Schuhen und Regenschirmen in Odessa abfertigen lassen. Auf dem Weg vom Frachtbrief zur Zollberechnung hätten sich gut 20 Tonnen Regenschirme in Bürsten und Pinsel, Spiegel oder Pappkartons verwandelt. Statt 17.712 Dollar Zoll seien nur 4875 Dollar angefallen.

An den Zollbetrügereien sind dem Bericht zufolge auch Mitarbeiter der Polizei, der Generalstaatsanwaltschaft und des Geheimdienstes SBU beteiligt. Für Abwicklungen würden sogar eigens Firmen gegründet, die Zollfunktionären, Offizieren oder Justizmitarbeitern nahestünden. (mü)

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Ein Kommentar

  1. Ali Baba schreibt:

    Die Zukunft dieses Landes sehe ich schwarz..!

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