Deutsche Kindergeldzahlungen ins Ausland explodieren: „Pro Monat fließen 50 Millionen Euro Kindergeld ins EU-Ausland“

9. August 2018
Deutsche Kindergeldzahlungen ins Ausland explodieren: „Pro Monat fließen 50 Millionen Euro Kindergeld ins EU-Ausland“
Kultur & Gesellschaft
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Im vergangenen Monat wurde insgesamt an 268.336 Personen, die nicht in Deutschland leben, Kindergeld gezahlt. Ende 2017 waren es noch 243.234 Empfänger, 2016 „nur“ 232.189. Selbst die etablierten Parteien fühlen sich bemüßigt, dieses Thema zu problematisieren und die Kindergeldzahlungen ins Ausland zu kritisieren. „Die Bundesregierung verschläft dieses Problem, sie muss endlich etwas dagegen tun, dass es Armutsflüchtlinge in Europa gibt“, warnte Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD). „Deutschland muss den in die Höhe schießenden Kindergeldtransfer ins Ausland endlich reduzieren“, sagte auch CSU-Generalsekretär Markus Blume dem „Spiegel“. „Es besteht dringender Handlungsbedarf: Die aktuelle Situation ist nicht gerecht und wird durch Nichtstun immer ungerechter.“

Vor allem die Zahl der Empfänger aus Osteuropa habe zugenommen. Verschiedene Oberbürgermeister sprechen von einer gezielten Migration in das Sozialsystem. Hauptgruppe dabei wiederum sind Sinti und Roma, die von kriminellen Schleppern nach Duisburg gebracht würden, um über einen Wohnsitz Kindergeld zu beziehen. Insgesamt fallen für das Kindergeld von ausländischen EU-Bürgern rund 50 Millionen Euro monatlich an.

Kürzlich führten die Behörden in Wuppertal und Düsseldorf 100 Verdachtsprüfungen durch, in 40 Fällen wurden fehlerhafte Angaben festgestellt, zusammen lag der Schaden bei 400.000 Euro. Eine vor rund einem Jahr vom damaligen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vorgelegter Gesetzentwurf, nach dem das Kindergeld für EU-Ausländer an das Niveau des Heimatlandes angepaßt werden sollte, wenn ihre Kinder dort lebten, wurde von der EU-Kommission abgelehnt.

Ein Sprecher von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte nun, die Bundesregierung setze sich für eine europäische Lösung ein, „die die unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Mitgliedstaaten bei der Zahlung von Familienleistungen berücksichtigt“.

Die AfD, die das Thema schon länger auf dem Radar hat, äußerte in einer aktuellen Stellungnahme: „In Sachen Kindergeld räumte die Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag ein, dass eine Statistik über Missbrauchsfälle bisher nicht existiert. Die AfD fordert, das Kindergeld für im Ausland lebende Kinder von EU-Ausländern an die Lebenshaltungskosten im Heimatland anzupassen oder ganz einzustellen. Das würde zu einer deutlichen Entlastung unserer Sozialsysteme führen. Ein Antrag hierzu wurde im Bundestag eingebracht.“ (tw/sp)

Anfrage der AfD Fraktion:
http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/007

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2 Comments

  1. Harry Schneider schreibt:

    die AFD muss baldigst ueber 51% bekommen oder die rot/gruene/linke „Regierung “ faehrt uns alle gegen die Wand.

  2. Bernd Sydow schreibt:

    Deutschland ist ein reiches Land. Aber nicht etwa aufgrund wertvoller Bodenschätze, sondern aufgrund des Fleißes, des Leistungsvermögens und des geistigen Potentials seiner alteingesessenen Bürgerinnen und Bürger. Auch wenn es pathetisch klingt: Die Deutschen können ihrem Schöpfer danken, daß er sie mit solch einem Volkscharakter ausgestattet hat.

    Um so empörender ist es zu sehen, wie die Regierenden hierzulande mit den Steuereinnahmen unserer hart arbeitenden Bevölkerung umgehen. Beispiel Kindergeld: Ich bin absolut dagegen, Kindergeld für Kinder zu zahlen, die nicht in Deutschland leben. Woher wollen die deutschen Behörden denn wissen, ob die betreffenden Kinder, für die Kindergeld beantragt wird, überhaupt existieren. Geburtsurkunden, Aufenthaltsbescheinigungen etc. lassen sich fälschen! Wie die Erfahrung gezeigt hat, tun sich gerade Zigeunerclans aus dem ost- und südosteuropäischen EU-Raum auf diesem Betätigungsfeld auffallend häufig hervor. Für diese EU-„Bürger“ stellt das Kindergeld eine lohnende Ergänzung zur deutschen Sozialhilfe dar. Alles in allem kann so ein Betrag zusammenkommen, von dem manches deutsche Rentnerehepaar, das sein Leben lang hart gearbeitet und in die deutschen Sozialsysteme eingezahlt hat, nur träumen kann.

    Es gibt natürlich noch weitere Beispiele dafür, wie deutsche Steuergelder für fremde Interessen zum Fenster rausgeworfen werden. Diese hier zu behandeln würde freilich vom Thema dieses Artikels zu sehr abweichen.

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