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Künftig patriotische Erziehung für die Kleinsten: Ungarische Regierung will Kindergärten auf Linie bringen

Budapest. Die ungarische Regierung will Kindergartenkindern eine „patriotische Erziehung” angedeihen lassen. In einem kürzlich, am 25. Juli, ergangenen Regierungserlaß heißt es dazu wörtlich: Grundlage der Kindergartenpädagogik seien „das nationale Identitätsbewußtsein, die christlichen kulturellen Werte, die Heimatliebe und die Bindung an Vaterland und Familie“.

Entsprechend den Altersanforderungen von Drei- bis Siebenjährigen sollen in den Kindergärten künftig Sprüche, Reime und Lieder aus dem Traditionsgut der ungarischen Volksfabeln vermittelt werden.

Bereits vor einigen Jahren hatte die Orbán-Regierung die „patriotische Erziehung” in den Lehrplänen für Volksschulen und Gymnasien verankert. Die neue Verfassung, die auf Betreiben Orbáns 2012 in Kraft trat, schreibt in ihrer Präambel ausdrücklich Christentum und Nation als verbindliche Leitwerte fest. (mü)