Wegen „Conchita Wurst“: Türkei wird European Song Contest weiter boykottieren

7. August 2018
Wegen „Conchita Wurst“: Türkei wird European Song Contest weiter boykottieren
International
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Ankara. Die Türkei wird auch im kommenden Jahr nicht am Eurovision Song Contest teilnehmen. Als Grund nennt der Präsident des türkischen Fernsehsenders TRT, Ibrahim Eren, Auftritte wie jenen des österreichischen Transvestiten und ESC-Siegers 2014, „Conchita Wurst“. Die Türkei denke gegenwärtig nicht darüber nach, wieder an der Veranstaltung teilzunehmen.

Eren erklärte, als Vertreter eines öffentlich-rechtlichen Senders könne er nicht damit leben, daß Kinder um 21.00 Uhr eine Frau sähen, die einen Bart habe, einen Rock trage und zur gleichen Zeit Mann und Frau sei.

Er warf zudem der Europäischen Rundfunkunion (EBU) vor, von ihren Werten abgekommen zu sein. Wenn sich das wieder ändere, werde die Türkei an dem Eurovision Song Contest wieder teilnehmen.

Die Türkei boykottiert die Teilnahme am ESC bereits seit 2013 und bleibt damit ihrem konservativen Kurs in der Gesellschaftspolitik treu. Im kommenden Jahr findet der Wettbewerb in Israel statt. (mü)

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3 Comments

  1. Die Kultur geht den Bach runter... schreibt:

    Was aus der früher kultivierten Eurovision Grand Prix inzwischen geworden ist, ist eingentlich nur traurig.

    Immer weiter auch auf Asien ausgedehnt, total komerzialisiert und immer niveauloser. Gesang ist nicht mehr so wichtig, jeder will mit Show, Kostümen, viel Haut oder Sondereffekten punkten. Und politisiert wird „die Kunst“ zunehmen auch, es muss ja alles und jeder vertreten sein…

    Die Türkei werden aber die Europäer auch nicht unbedingt vermissen – deren Kultur ist uns einfach zu fremd.
    Früher hat man die orientalische Klänge als ein Stück Urlaubsvolklore noch akzeptiert, heute hat man davon einfach zuviel und meistens Schnauze voll. Nicht mal „Orientteppich“ will man inzwischen im eigenen Wohnzimmer haben, auch wenn der keine Geräusche von sich gibt…;-)

    • Realist schreibt:

      Vollste Zustimmung meinerseits. Das hat mit Kultur nichts mehr zu tun sondern mit einer voll durchideologisierten Genderveranstaltung. Das Genderwesen aus Österreich oder auch ähnliches aus Israel oder Horrorrock aus Skandinavien hat doch nichts mit landestypischer Kultur zu tun sondern nur mit pathologischen Sparten. Nein, ein Europa, das nicht die Kulturen in den jeweiligen Länder wiederbelebt(!) sondern auf ein totalitäres Multikulti schwört, auf Toleranz bald jeder Abartigkeit gegenüber, wird sich weiter kulturell auflösen. Auch jetzt schon ist mit einer echten landestypischen Folklore und Festkultur in Deutschland und anderen Alteuropaländern nicht mehr viel los. Immer mehr Menschen, gerade auch Familien bleiben den teils völlig überfremdeten Stadt- und Landesfesten fern – Netflix und Co. erledigen den Rest. Europa wird kulturunfähig und steuert auf immer mehr unnatürliche und seelenlose Weise in Entfremdung und Künstlichkeit. Kultur und Zivilisation gibt es nicht per Verordnung oder per beauftragter Eventagentur. Sie entsteht durch Patriotismus, einer homogenen deutschen Bevölkerung und der Einigkeit und Nächstenliebe unter dem christlichen Gott. Es wäre an der Zeit, dass dies Deutschland zum ersten Mal in seiner Geschichte grundlegend und nachhaltig versteht! Dann gibt es auch wieder Kultur. Dazu muss aber im Lande erstmal reine gemacht werden.

  2. Silke Terra schreibt:

    Da haben sie ja nicht unrecht… Für das linke Deutschland ist es inzwischen leider schon ein „Wert“, nicht konservativ, heterosexuell oder männlich zu sein – zumindest, sofern es sich um echte Deutsche handelt.

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