Dank linker Regierung: Spanien hat Italien als Hauptzielland für „Flüchtlinge“ abgelöst

1. August 2018
Dank linker Regierung: Spanien hat Italien als Hauptzielland für „Flüchtlinge“ abgelöst
International
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Madrid/Wien. Während Italiens Regierung die Grenzen dicht hält, hat Spanien, das seit kurzem eine linke Regierung hat, Italien als Hauptzielland für „Flüchtlinge“ aus Afrika abgelöst. Allein in den letzten drei Tagen hat die Küstenwache mehr als 1400 Migranten von mehreren Dutzend Booten übernommen und ans Festland gebracht, wo zudem immer wieder weitere Boote mit Schwarzafrikanern anlanden. Zudem hat die linke Regierung in Madrid nach dem jüngsten Grenzsturm auf die spanische Exklave Ceuta angekündigt, die scharfen Klingen auf den Grenzdrähten unverzüglich abmontieren zu lassen.

Die Folgen sind offensichtlich. „Derzeit kommen mehr Menschen über das Meer nach Spanien als nach Italien“, stellt der österreichische Migrationsexperte Gerald Knaus fest. Der Experte schlägt Spanien nun als Standort für ein Asyl-Zentrum vor, von dem aus Illegale wieder abgeschoben werden können.

Es bestehe die Chance für einen Durchbruch, „dazu brauchen wir eine Koalition betroffener Staaten, die zeigt, wie praktische Lösungen aussehen können“, forderte Knaus jetzt im Gespräch mit der Tageszeitung „Die Welt“.

Dort sollten Asylentscheidungen ähnlich wie in den Niederlanden innerhalb weniger Wochen getroffen werden und unabhängige Anwälte faire Verfahren sichern. Anerkannte Flüchtlinge könnten auf Deutschland, Frankreich, Spanien und die Niederlande verteilt werden. Wer abgelehnt werde, müsse sofort in die Herkunftsländer zurück. Dafür brauche es Abkommen mit den wichtigsten Herkunftsländern in Afrika, sagt der Migrationsforscher. (mü)

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