Rigide Asylpolitik zahlt sich aus: Asylanträge in Österreich um 44 Prozent gesunken

18. Juli 2018
Rigide Asylpolitik zahlt sich aus: Asylanträge in Österreich um 44 Prozent gesunken
National
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Wien. Auch die österreichische Regierung sieht sich durch ihre rigide Asyl- und Grenzsicherungspolitik bestätigt. Nach einer aktuellen Statistik des Innenministeriums gingen die Antragszahlen im ersten Halbjahr 2018 um rund 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Konkret stellten heuer bis Juni 7098 Menschen einen Asylantrag.

Die Syrer sind demnach nach wie vor die größte Gruppe von Schutzsuchenden im laufenden Jahr. Knapp 1600 Männer, Frauen und Kinder stellten einen Asylantrag, knapp 90 Prozent von ihnen werden laut Statistik positiv entschieden.

Aufs ganze gesehen, sind die Zahlen aber rückläufig. Denn die Zahl der Entscheidungen über Asylanträge übersteigt derzeit deutlich jene der Neuanträge. Das liegt daran, daß die Behörde gerade einen „Rucksack“ abarbeitet, der in den vergangenen Jahren aufgelaufen ist. So wurde von Januar bis Ende Juni über 29.000 Asylanträge entschieden, fast die Hälfte fiel positiv aus – im Durchschnitt wird pro Tag 68 Personen Asyl gewährt.

Die besten Karten haben dabei neben den Syrern auch Menschen mit „unbekannter Herkunft“ (Anerkennungsquote: 79 Prozent), gefolgt von Iranern (73 Prozent), Somaliern (50 Prozent) und Afghanen (48 Prozent). Kaum Chancen haben hingegen Asylanten aus Pakistan (vier Prozent) oder Nigeria (zwei Prozent). Insgesamt befinden sich derzeit knapp 52.000 Migranten in der Grundversorgung. (mü)

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