Aufregung in Wien: SPÖ-Skandal-Wahlkämpfer Silberstein ist wieder da

15. Juli 2018
Aufregung in Wien: SPÖ-Skandal-Wahlkämpfer Silberstein ist wieder da
National
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Wien. In der österreichischen Polit-Szene herrscht Aufregung – der frühere, wegen seiner wenig seriösen Methoden umstrittene SPÖ-Wahlkampfmanager Tal Silberstein ist wieder in Wien aufgetaucht und gibt Anlaß zu Spekulationen über den Grund seiner Rückkehr.

Silberstein gilt als „Polit-Söldner“ und hatte im SPÖ-Bundeswahlkampf mit seinem schrägen Humor und seinem besonders aggressiven Stil immer wieder für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. Die Methoden des international aktiven 49jährigen, der dem früheren SPÖ-Bundeskanzler Kern von seinem langjährigen Freund, dem früheren SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer, empfohlen worden war, sind kein Geheimnis. Silberstein erklärte sie gegenüber amerikanischen Dokumentarfilmern nach einem weiteren Einsatz für den früheren bolivianischen Präsidenten ohne Umschweife. Gegen einen politischen Herausforderer müsse man Negativkampagnen starten und „einen sauberen in einen schmutzigen Kandidaten verwandeln“, so Silbersteins Credo.

Im August 2017 war Silberstein wegen des Vorwurfs der Geldwäsche in Tel Aviv verhaftet worden – dieser Tage jedoch, am 3. Juli, wurde er im Innenhof eines exklusiven Wiener Stadtpalais´ gesichtet, das auch eine Privatbank, einen Schönheitssalon und das „Museum der Illusionen“ beherbergt.

Insbesondere bei den Freiheitlichen stellt man sich nun die Frage, ob Silberstein womöglich erneut mit schmutzigen Kampagnenmethoden gegen die neue Bundesregierung im Einsatz sei. FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker verlangte diesbezügliche Aufklärung von der SPÖ. Bei den Freiheitlichen will man verstärkt Propaganda gegen die türkis-blaue Koalition registriert haben, die „ganz nach dem Stil riecht“, die man vom „SPÖ-Silberstein-Wahlkampf für Christian Kern im vergangenen Jahr“ kennt.

Auch die ÖVP fordert eine Klarstellung von SPÖ-Chef Kern und erinnert daran, daß eine „endgültige und restlose Klärung der Affäre Silberstein durch die SPÖ bisher ausgeblieben“ sei. (mü)

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