Salvini macht ernst: Sinti- und Roma-Zählungen in Italien werden durchgezogen

7. Juli 2018
Salvini macht ernst: Sinti- und Roma-Zählungen in Italien werden durchgezogen
International
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Rom. Der neue italienische Lega-Innenminister Salvini ist nicht eingeknickt: das Parlament der Region Lombardei hat jetzt grünes Licht für den Start einer Zählung der dort lebenden Roma und Sinti gegeben. Salvini hatte die Öffentlichkeit vor rund zwei Wochen über seine diesbezüglichen Pläne informiert und damit einen empörten Aufschrei bei den politisch Korrekten ausgelöst.

Weil die Lombardei aber ebenfalls unter der politischen Führung der Lega steht, konnte Salvini nun mit seinen Plänen ernstmachen. „Nur mit einer genauen Erfassung der Roma- und Sinti-Siedlungen in der Lombardei können wir Maßnahmen zur Bekämpfung illegaler Zustände ergreifen und ein gutes Zusammenleben fördern“, erklärte dazu das für die Sicherheit zuständige Mitglied des Regionalausschusses, Riccardo De Corato.

Nach der zum Teil hysterischen Kritik an seinen Plänen hatte Salvini präzisiert, wie er sich diese Zählungen vorstellt: eine behördliche Erfassung der in Italien lebenden Roma oder eine Registrierung von Fingerabdrücken sei nicht geplant. Ihm gehe es darum, ein Bild von der Lage in den Roma-Lagern zu gewinnen. Salvini erhielt dabei Rückendeckung von Regierungschef Giuseppe Conte, der betonte, Ziel der Regierung sei es, gegen gesetzeswidrige Umstände vorzugehen und die Sicherheit der Bürger zu schützen. Was die Roma betreffe, wolle die Regierung sicherstellen, daß Kinder Zugang zur Schulbildung hätten, von der sie oft ferngehalten würden.

Tatsächlich haben italienische Rechtspolitiker seit langem Grund, zu kritisieren, nur in den italienischen Großstädten und in keinen anderen europäischen Ländern würden wilde Camps und Bettelei von Kindern toleriert. Viele Roma leben in den italienischen Metropolen in behelfsmäßigen Siedlungen, die zum Teil aus baufälligen Wohncontainern und Holzhütten ohne Toilette bestehen. Roma-Kinder werden oftmals von kriminellen Banden in den Touristenorten als Taschendiebe eingesetzt. Diesen Mißständen will Innenminister Salvini jetzt zu Leibe rücken. (mü)

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6 Comments

  1. Mopps schreibt:

    Für mich ist das die falsche Vorgehensweise. Wenn man ein Problem hat zählt man nicht. Man rechnet ab.

  2. Sonne schreibt:

    Wir brauchen doch unbedingt Fachkräfte: Wie wäre es mit einem italienischen Politiker mit klarem Sachverstand und Rückgrad ?

  3. Fernglas schreibt:

    Das möchte ich hier mal sehen…

  4. Schauerte schreibt:

    Mutter hol die Wäsche von der Leine, die Zigeuner sind im Dorf

  5. Eidgenosse schreibt:

    Zigeuner haben sich noch selten integriert und spiegelten immer schon ein nicht unerhebliches kriminelles Potential wider. Sogenannte Fahrende sind schwer zu erfassen oder zu kontrollieren, weshalb der Begriff Zigeuner teilweise auch als Schimpfwort gebraucht wurde.
    Was die bekloppten Gutmenschen nicht kapieren wollen: es gibt eben Ethnien, die sich unseren Regeln und Werten nie anschliessen werden und dazu gehören die Zigeuner.

  6. Wolfgang Schlichting schreibt:

    In Deutschland werden keine Personen, sondern Geld gezählt, wobei sich heraus stellte, dass die staatlich subventionierten „Flüchtlinge“ jährlich rund 18 Milliarden Euro in ihre Heimatländer schicken, ob das Geld dort von ihren Familienmitgliedern verbraucht, oder für die „Flüchtlinge“ angespart wird,
    geht aus den Angaben der Bundesregierung nicht hervor, es ist jedoch nicht auszuschließen, dass die Sparschweine der 12.000 Asylanten, die freiwillig mit einer saftigen Prämie der BRD versehen (1.200 Euro pro Person) in ihre Heimatländer zurück kehrten, inzwischen randvoll waren.

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