Auf Kriegsfuß mit „westlichen Werten“: Behörden verbieten Schwulenparade in Istanbul

3. Juli 2018
Auf Kriegsfuß mit „westlichen Werten“: Behörden verbieten Schwulenparade in Istanbul
International
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Istanbul. Andere Länder, andere Sitten: in der Türkei sind „westliche Werte“ wie öffentliche Schwulenpropaganda bislang nicht angekommen, und Homosexuelle dürfen ihr Treiben nicht im öffentlichen Raum zur Schau stellen.

Diese Erfahrung mußten jetzt die Teilnehmer einer Schwulenparade in Istanbul machen. Der Umzug war von den Behörden verboten werden. Dennoch versammelten sich am Sonntag rund tausend Menschen zu der „Gay Pride Parade“. Elf Teilnehmer wurden daraufhin – nach Angaben von Amnesty International – von der Polizei festgenommen. Es seien auch Gummigeschosse und Tränengas eingesetzt worden.

Die Aktivisten und Vertreter von Gruppen für die Rechte von Homosexuellen hatten sich nahe der Istiklal-Straße und des Taksim-Platzes versammelt, wo die Veranstalter die Parade ursprünglich abhalten wollten. In einer Erklärung warfen sie dem Istanbuler Gouverneur, der die Parade verboten habe, „Diskriminierung“ vor. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort und forderte die Aktivisten auf, die Veranstaltung aufzulösen.

Es war das vierte Jahr in Folge, in dem die türkischen Behörden die Veranstaltung verboten. (mü)

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6 Comments

  1. Sack schreibt:

    Hauptsache die Zahlungen und Waffenlieferungen an den Sultan gehen weiter.
    Das hat enorme Ähnlichkeit mit dem Scheistreit in der Union. Aber der ist dann mit der Bayernwahl auch vorbei. Da hat die CSU aber ordentlich …
    Türken sind doch so schon Begünstigte in Germoney!

  2. Norbert N. schreibt:

    Ein Volk muss sich keinen Staat aufsetzen lassen, der es tyrannisiert, z.B. indem er in die Schlafzimmer hineinregiert. Müssen es biologisch veranlagte Bürger sich aber bieten lassen, wenn öffentliche, sogar von Kindern wahrnehmbare Paraden Falschlochvögelei propagieren? Entsprechende Fragen kann man auch bezüglich von Werbung für Rauchtabak und Schnaps stellen.

  3. Jacky schreibt:

    Diesmal hat sich die Vizepräsidentin des BRD Bundestages, Claudia Roth, Grüne, wohl nicht nacn Istanbul zu dem Event der Schwulen getraut, wie 2013, als sie im Eifer der dortigen Gefechte mit Tränengas besprüht wurde.
    https://www.t-online.de/nachrichten/specials/id_63885538/claudia-roth-im-gezi-park-durch-traenengas-verletzt-wie-im-krieg-.html

  4. Realist schreibt:

    Der Islam hat Kraft und setzt sich gegen Schwulenpropaganda. Die westlichen vermeintlich christlichen Staaten hatten auch einmal klare Wertmaßstäbe. Jetzt finden sich kraftvoll vertretene Werte nur noch in den örtlichen EU-Ländern und Russland. Der Westen ist darauf und dran neben der Emanzipation jedes Menschen, egal welcher Orientierung, alles zu erlauben. Bald ist die Emanzipation der Tiere dran. Bald werden die Grünen die Ehe mit Hund und Katz fordern. Vielleicht auch Pflanzen. Dazu wird wird dann ein Parteitag einberufen um die Frage mit den Pflanzen zu klären.
    Wo sind die Ehre von Familien und Mutterdasein in der deutschen Politik, die Wertschätzung ausreichend vieler Kindern und deren Versorgung, geblieben? Lieber kümmert sich der Merkelstaat für die Inländer um deren Genderisierung und für alle beladenen Moslems dieser Welt um deren Einreisemöglichkeiten und Asyl.

  5. Wolfsrabe schreibt:

    Ich bin auch kein Freund aller westlichen Werte, und viele sind es nicht. Sexuelle Ausrichtung außerhalb dessen, was natürlicherweise zum Fortbestehen der Ahnenreihe zählt, gehört in die eigenen vier Wände und nicht auf die Straße.

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