Wikingersiedlung Haithabu und Danewerk werden zu UNESCO-Weltkulturerbe

1. Juli 2018
Wikingersiedlung Haithabu und Danewerk werden zu UNESCO-Weltkulturerbe
Geschichte
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Das Welterbekomitee der Vereinten Nationen hat am gestrigen 30. Juni 2018 die wikingerzeitliche Handels- und Siedlungsstätte Haithabu sowie das Grenzbauwerk Danewerk in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Warum Haithabu und das Danewerk ausgewählt wurden, erläutert das „Wikinger Museum Haithabu“ auf seinem Netzauftritt: „Der bedeutende wikingerzeitliche Seehandelsplatz Haithabu und das Grenzbauwerk Danewerk liegen an einer historischen Engstelle zwischen dem Ostseearm Schlei und den Niederungen der Nordsee bei Schleswig im Norden Schleswig-Holsteins. Zwischen dem 8. und dem 11. Jahrhundert lagen die Stätten im Zentrum der Handelsnetze zwischen Nord- und Westeuropa und bildeten den Kern zwischen Skandinavien und dem kontinentalen Europa. (…) Haithabu und Danewerk sind zudem das herausragende Beispiel eines städtischen Handelszentrums, das zusammen mit einem großräumigen Befestigungswerk über mehrere Jahrhunderte den Kern des Grenzraums zwischen dänischem und fränkischem Reich bildete. Die Vielfalt und die Qualität der archäologischen Zeugnisse sowie das reiche und äußerst gut erhaltene archäologische Material zeigen die einzigartige Bedeutung dieses Denkmalensembles.“

Karin Prien, Schleswig-Holsteins Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, begrüßte die Entscheidung: „Die Auszeichnung ist für das Land Schleswig-Holstein und uns eine große Ehre. Wir sind stolz dieses kulturelle Erbe für unsere zukünftigen Generationen zu bewahren, zu schützen und der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die ganze Region hat hier an einem Strang gezogen und einen gemeinsamen Erfolg erzielen können.“

Tatsächlich zeigt Haithabu die Entwicklung des nordgermanischen Kultur-, Siedlung- und Wirtschaftsraums am Übergang vom Früh- zum Hochmittelalter auf und kann zurecht als „Zeuge deutscher Geschichte“ betrachtet werden. (sp)

Bildquelle: Wikimedia/Siegbert Brey/CC BY-SA 4.0

 

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3 Comments

  1. Berthold Sonnemann schreibt:

    Allem Anschein nach eine gute Nachricht für die Pfleger des Ahnenerbes bodenständiger Völker in Europa. Insoweit herzlichen Glückwunsch!

    Zeigt diese Auszeichnung für Haithabu und das Dannewerk eine Abkehr vom verhängnisvollen Völker-UN-Recht, das alle Völker zwingen will, sich sog. Staaten einzurichten, worin Volksangehörige nicht an erster Stelle stehen, sondern mittels gleichmacherischer „Menschenrechte“ der Bastardisierung ausgeliefert werden?

  2. Olsen schreibt:

    Was sagt denn die „UNESCO“, wenn das Ding vom einfallendenden Islam niedergebrannt wird? Brauchen wir eigentlich noch eine geldverschlingende „UNESCO“? Was machen die eigentlich? Ab und an mal ne Brücke zum WELTERBE erklären? Das kann ich auch fürn Fuffi.

  3. vafti schreibt:

    Wikingerdörfer sind norwegisch.
    Haithabu ist germanisch,also deutsch.

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