Wende in der „Liederbuch-Affäre“: FPÖ-Politiker Udo Landbauer entlastet

29. Juni 2018
Wende in der „Liederbuch-Affäre“: FPÖ-Politiker Udo Landbauer entlastet
National
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St. Pölten. Viel Wirbel um nichts: in der FPÖ-„Liederbuch-Affäre“ gibt es eine Wende – einem Gutachten des österreichischen Bundeskriminalamtes zufolge liegt in der Angelegenheit keine Fälschung der Beweismittel vor. Demnach sind die umstrittenen Passagen des Liederbuches der Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt schon lange vor Bekanntwerden der Affäre – mindestens aber 70 Tage vor dem 1. Februar – geschwärzt worden. Der ins Visier geratene niederösterreichische FPÖ-Politiker Udo Landbauer wird dadurch entlastet.

Die Schwärzungen könnten aber auch schon vor Jahren vorgenommen worden sein, heißt es in dem Gutachten. Genauer habe sich der Zeitpunkt mittels der chemischen Analysen nicht datieren lassen. Damit steht fest, daß es keine Verschleierungshandlungen gab, um eine Strafverfolgung abzuwenden. Aus Sicht des Anwalts des Hauptverdächtigen sei bestätigt, daß kein strafrechtlicher Tatbestand vorliegt.

Die Unterlagen würden aber weiter geprüft, sagte Staatsanwalt Erich Habitzl. Das Verfahren – ermittelt wurde gegen vier Verdächtige, die für das 1997 neu aufgelegte Liederbuch mit NS-verherrlichenden Inhalten verantwortlich zeichneten – sei noch nicht eingestellt worden.

Die sogenannte „Liederbuch-Affäre“ hatte kurz vor der niederösterreichischen Landtagswahl im Januar für Schlagzeilen gesorgt. Gegen die Burschenschaft wurde Ende Januar ein Auflösungsverfahren eingeleitet. Der FPÖ-Spitzenkandidat für die Wahl am 28. Januar, Udo Landbauer, der vorübergehend stellvertretender Vorsitzender der Burschenschaft war, legte Anfang Februar alle politischen Ämter nieder. (mü)

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3 Comments

  1. Eidgenosse schreibt:

    Bin gespannt über wie viele Stöckchen die FPÖ noch springt bis sie sich darauf besinnt wer sie gewählt hat und warum.

  2. All die Medienleute, die Udo Landbauer damals schon vorverurteilt haben, sollten jetzt den Charakter und den Mut haben, sich dafür öffentlich zu entschuldigen!!!

  3. Berthold Sonnemann schreibt:

    Jedes Volk hat ein Recht auf seine eigenen Lieder. Vorstehender Satz ist aus der Sicht künstlicher grenzenloser Globalgleichmacherei Unrecht wegen UN-Recht. Gleichmacherei als Ideal scheint eine Ideologie zu sein, die von beschränkten Fließbandbesessenen erfunden worden ist.

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