Albanien will keine Asylanten-Lager: „Wie Giftmüll, den niemand will“

28. Juni 2018
Albanien will keine Asylanten-Lager: „Wie Giftmüll, den niemand will“
International
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Tirana. Albanien war in den letzten Tagen immer wieder im Gespräch, als es um mögliche Standorte künftiger Asylzentren ging, in denen die EU Asylbewerber konzentrieren will, so lange ihre Asylanträge bearbeitet werden. Nun hat der albanische Regierungschef Edi Rama klargestellt, daß sein Land die Errichtung solcher EU-„Flüchtlings“lager ablehne, und sich dabei eines wenig schmeichelhaften Vergleichs bedient. Rama sprach in einem Zeitungsinterview vom Vorgang des „Abladens verzweifelter Menschen wie Giftmüll, den niemand will“.

Auch als Gegenleistung für einen EU-Beitritt werde sein Land keine Flüchtlingszentren einrichten. Zugleich bekräftigte Rama, Albanien werde immer bereit sein, einen gerechten Beitrag zur Bewältigung der europäischen Last zu leisten. Das bedeute aber nicht, daß das Land die Last für alle anderen schultere.

Im Entwurf einer Erklärung, die am Ende des EU-Gipfels am Donnerstag und Freitag von allen Mitgliedstaaten unterzeichnet werden soll, wird über Asylzentren ausgesagt: „Der Europäische Rat unterstützt die Entwicklung eines Konzepts von regionalen Landungsplattformen in enger Zusammenarbeit mit Drittstaaten. Solche Plattformen sollen ein schnelles und sicheres Verfahren erlauben, um zwischen wirtschaftlichen Migranten und solchen, die internationalen Schutz brauchen, zu unterscheiden, unter voller Achtung von internationalem Recht, und ohne einen Pull-Faktor zu schaffen.“ (mü)

Ein Kommentar

  1. cui bono? schreibt:

    Albanien gehört nicht in die EU

    – weil es wirtschaftlich nicht vergleibares Niveau hat (und auch nach Jahrzehnten in der EU nicht haben wird, also mindestens 30-50 Jahre Empfängerland wäre)

    – und kulturell inkompatibel ist (immer noch Blutrache etc.)

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