Rom bastelt an neuer Außenpolitik: Salvini sieht Italien an der Seite Rußlands

13. Juni 2018
Rom bastelt an neuer Außenpolitik: Salvini sieht Italien an der Seite Rußlands
International
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Rom. Die neue italienische Regierung setzt auch außenpolitisch bemerkenswerte Akzente. Für den neuen Vize-Premier und Innenminister Salvini, Chef der rechten Lega, ist Rußland ein fundamentaler Verbündeter im Anti-Terror-Kampf, mit dem zum Schutz der europäischen Zivilisation vor Extremisten zusammengearbeitet werden soll.

„Rußland ist unser fundamentaler Verbündeter gegen den Terrorismus. Wir Europäer müssen mit dem Präsidenten Wladimir Putin kooperieren, um unsere Zivilisation vor Angriffen von islamistischen Terroristen zu schützen“, sagte Matteo Salvini jetzt in einem Interview mit der russischen Zeitung „Iswestija“.

Zuvor war berichtet worden, daß Italien auch bereit sei, den Status der Krim zu erörtern. Salvini schloß nicht aus, daß Rom ein Veto gegen die Verlängerung der EU-Sanktionen einlegen werde, die nach dem Beitritt der Krim zur Russischen Föderation gegen Moskau verhängt worden waren. (mü)

 

Bildquelle: Ministry of the Interior – http://www.interno.gov.it/it/ministero/matteo-salvini/CC BY 3.0 it

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2 Comments

  1. Linda Heimeran schreibt:

    Italienisch lernen! Russisch lernen! Seit dem „Brexit“ brauchen wir kein kolonialräuberisches Englisch mehr. In Israel will kaum jemand öffentlich Wagner-Musik hören, angeblich wegen Hitler, obwohl Wagner 7 Jahre vor Hitlers Geburt verstorben ist, so dass allenfalls Hitler mit Wagner, aber nicht Wagner mit Hitler etwas zu tun haben kann. Warum also sollen sich Deutsche trotz Völkermord in Dresden mit Englisch oder gar Deppen-Denglisch das Hirn versauen lassen?

  2. Eidgenosse schreibt:

    Von Salvini erwarte ich langsam mehr als von Strache. Es wäre mal an der Zeit, dass Kurz deutlich macht: die Krim gehört zu Russland, basta. Italien hat das höhere Gewicht, klar, aber es ist für Salvini auch gefährlicher, genau aus diesem Grund.
    Positiv überrascht bin ich von Di Maio und seiner 5* Bewegung. Sie schiessen nicht dagegen wenn Salvini konkret wird. Nun hätte er aber dennoch die Schlepper der „Hilfsorganisationen“ an Bord der Aquarius direkt nach Libyen schleppen sollen – ausliefern an Libyen, das wäre dann das Ende des Invasionstourismus gewesen.

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