Italiens neuer Innenminister Salvini zu Asylanten: „Es ist Zeit, die Sachen zu packen“

4. Juni 2018
Italiens neuer Innenminister Salvini zu Asylanten: „Es ist Zeit, die Sachen zu packen“
International
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Rom. Die neue „populistische“ Regierungskoalition Italiens, bei der die rechte Lega unter Matteo Salvini den Innenminister stellt, kündigt zumindest rhetorisch schon einmal eine härtere Gangart gegenüber Illegalen an. Salvini erklärte jetzt auf einer Kundgebung: „Die Freifahrt ist vorbei. Es ist Zeit, die Sachen zu packen.“ Salvini griff bei dieser Gelegenheit auch NGOs scharf an, die sich bei der Rettung von „Flüchtlingen“ engagieren. Er bezeichnete diese als „stellvertretende Schlepper“. Sein Ziel sei es, daß Italien weniger Geld für„Flüchtlinge“ ausgibt.

Wörtlich sagte Salvini: „Sizilien ist unsere Grenze. Wir müssen die Abkommen mit den Herkunftsländern der Migranten verbessern. Wir können uns nicht mehr erlauben, Hunderttausende Migranten in Italien zu erhalten“, so Salvini.

Zuletzt hatten die Zugangszahlen an Illegalen in Italien wieder zugenommen. „Fünf Milliarden Euro für den Erhalt von Migranten ist einfach zu viel“, sagte Salvini nach seiner Vereidigung als Innenminister. Er wolle kein Minister hinter dem Schreibtisch sein, sondern viel Zeit „auf der Straße“ verbringen.

Am kommenden Dienstag reist der Lega-Chef nach Luxemburg zu einem Treffen mit den EU-Innenministern. Er bezeichnete die Migrations- und Sicherheitsfrage als eine seiner Prioritäten. Dabei werde er sich vor allem um Kürzungen bei den Geldern bemühen, die Italien für die Versorgung von circa 180.000 „Flüchtlingen“ ausgibt. Auch die NGOs, die sich der „Flüchtlingshilfe“ verschrieben haben, nahm der neue Innenminister ins Visier: „Dieses skandalöse Geschäft mit der Migration wird in Italien immer weniger rentabel werden“, schrieb Salvini auf Twitter. (mü)

Bildquelle: Ministry of the Interior – http://www.interno.gov.it/it/ministero/matteo-salvini/CC BY 3.0 it

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3 Comments

  1. Hans Schneider schreibt:

    Viel Glueck mit der Rueckfuehrung der kriminellen Asyl Betrueger. Deutschland sollte so etwas auch machen.

  2. Joachim schreibt:

    Wenn seinen Worten Taten folgen, kann man ihn messen und das bedeuted, man müßte Zahlen kennen, Ist-Zustand heute und Ist-Zustand in 6 Monaten, erst dann wäre seiner Aussage Gewicht beizumessen und hoffentlich machen sich die Italiener keine falschen Hoffnungen, denn möglich ist heutzutage alles, denn Glaube allein bedeuted Garnichts, Tatsachen überzeugen, sonst nichts.

  3. Paul Pressler schreibt:

    Ich hofffe noch mehr europäische Länder Italiens Beispiel folgen und populistische Regierungen wählen.

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