Nach gewalttätigen Angriffen auf Polizisten in Darmstadt: 100 festgenommene Randalierer wieder auf freiem Fuß

4. Juni 2018
Nach gewalttätigen Angriffen auf Polizisten in Darmstadt: 100 festgenommene Randalierer wieder auf freiem Fuß
Kultur & Gesellschaft
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Darmstadt. Das in der südhessischen Universitätsstadt Darmstadt ausgerichtete Schloßgrabenfest war bereits in den vergangenen Jahren Schauplatz krimineller Ausartungen, insbesondere sexuelle Übergriffe nordafrikanischer und arabischer Zuwanderer waren in der Vergangenheit Anlaß für Sorge. In diesem Jahr jedoch machte der gezielte Angriff eines Mobs auf Polizisten Schlagzeilen.

„Nach den Angriffen auf die Polizei in der Nacht zum Sonntag im Darmstädter Herrngarten sind nun weitere Einzelheiten bekannt geworden. Die 112 Festgenommenen, die zwischen 16 und 40 Jahre alt sind, sind alle wieder auf freiem Fuß. Zum Teil seien sie schon vernommen worden. Gegen 49 der Festgenommenen erstattete die Polizei Anzeige wegen schweren Landesfriedensbruchs. In diesen Fällen wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es könne sein, dass nach der Auswertung von Videomaterial noch weitere Anzeigen erfolgen. Die Polizei beschlagnahmte zahlreiche Handys für die Beweisaufnahme. Der Großteil der Täter sei zwischen 18 und 30 Jahre alt“, berichtet das „Darmstädter Echo“.

Was war genau passiert? „Die Polizei geht davon aus, dass an dem Mob, der Steine und Flaschen auf die Polizei geworfen hat, 200 bis 300 Personen beteiligt waren. Vorwiegend sollen die Täter Deutsche gewesen sein, aber auch Deutsche mit Migrationshintergrund wie auch andere Nationalitäten waren unter de Festgenommenen vertreten. (…) Schwerpunkt der Randale war der Bereich Schleiermacherstraße des Herrngartens. Um der Lage Herr zu werden hatte der Polizeiführer gegen 2 Uhr Verstärkungskräfte aus umliegenden Polizeidirektionen angefordert und rund 300 Polizisten zusammengezogen“, so das „Darmstädter Echo“ weiter.

Die massierten Polizeikräfte konnten die Lage nach zwei Stunden unter Kontrolle bringen, 15 Polizisten wurden verletzt. Auslöser des brutalen Angriffs auf die Beamten war die Festnahme von zwei Personen, die sich zuvor geprügelt hatten. Dort anwesende (teils betrunkene und unter Drogeneinfluß stehende) Personen solidarisierten sich mit den Festgenommenen und griffen in einem Gewaltmob die Polizeikräfte (zu Beginn eine Fünfer-Streife) an, indem Flaschen und Steine auf die Beamten geworfen  und Anti-Polizei-Parolen („A.C.A.B.“) gebrüllt wurden. Nach dem Rückzug der Beamten eskalierte die Gewalt weiter, „eine Horde Menschen ging auf die Beamten los“ („Darmstädter Echo“). Mit der Hinzuziehung von rund 300 Polizisten endeten dann die Ausschreitungen. „Die wollten Randale mit uns“, zitierte Darmstadt Polizeipräsident Lammel einen der Polizisten. (se)

 

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3 Comments

  1. Fernglas schreibt:

    Der OMON-Einheit der russischen Miliz wäre das nicht passiert!

  2. Böhme schreibt:

    Ich kann nicht verstehen,das die Menschen so ein Hass auf die Polizei haben kann.Was steckt da dahinter,das ist die Frage,die sich auch die Politik stellen sollte.Immer wenn was los ist,geht es auf die Polizei zu,ob das beim Fußball,bei Demos,oder bei anderen Problemen ist,wie bei dieser kleinen Prügelei,wie es beschrieben wurde.Diese Menschen wollen entweder den Stunk oder sie keinen Sinn auf Zucht und Ordnung.

  3. Bernd Sydow schreibt:

    Es ist klar, daß die Polizei in liberalen Staaten wie bspw. Deutschland nicht die gleichen Handlungsspielräume und Gewaltanwendungsrechte hat wie in autoritären Staaten wie bspw. Rußland, von lupenreinen Diktaturen ganz zu schweigen. Aber auf den notorischen Hang zu Gewalt und Randale von männlichen Jugendlichen bei öffentlichen Festen und Großveranstaltungen allein mit der Forderung nach einer stärkeren Polizei und einer konsequenteren Justiz zu reagieren, greift zu kurz. Denn derartige Krawallmacher und Polizeihassende werden ja nicht als solche geboren. Sie wachsen hierzulande in einer Gesellschaft auf, in der Respekt vor der staatlichen Ordnung und ihren Organen sowie vor fremdem Eigentum (Stichwort: Vandalismus) nichts mehr gelten und der – oft auch von den Medien – ins Lächerliche gezogen wird.

    Dieser besagte Respekt muß sehr jungen Menschen eingetrichtert werden (ich verwende bewußt diesen schärferen Ausdruck), solange sie wesensmäßig noch formbar sind. Und das muß durch die Erziehung im Elternhaus und an allgemeinbildenden Schulen geschehen – und nicht erst in der Gefängnishaft. Dies wiederum setzt freilich zwingend voraus, daß Elternhaus und Schule sich von der aus den 60ern stammenden anti-autoritären Erziehung verabschieden!

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