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Internationaler Währungsfonds fordert Deutsche zum längeren Arbeiten auf

Berlin. Geht es nach den Ökonomen des Internationalen Währungsfonds, sollen die Deutschen künftig länger arbeiten. Daher warnte der Internationale Währungsfonds (IWF) die Bundesregierung davor angesichts der guten konjunkturellen Lage die langfristigen wirtschaftlichen Herausforderungen zu übersehen. Nach der aktuellen Einschätzung des IWF stehe Deutschland augenblicklich wirtschaftlich hervorragend da, langfristig Deutschland aber vor großen volkswirtschaftlichen Herausforderungen. Besonders die schrumpfende und schnell alternde Bevölkerung sowie eine kaum noch produktiver werdende Wirtschaft seien künftige Probleme.

„Das gute gegenwärtige wirtschaftliche Umfeld bietet der neuen Bundesregierung die Gelegenheit, mit einer kraftvolleren Politik als bisher gegenzusteuern“, warnen die Ökonomen. Ihre Lösung heißt Änderungen am Rentensystem, die Menschen sollen länger arbeiten und später in Rente gehen. Damit würde auch das Risiko von Altersarmut sinken, so der IWF in seinem Abschlußbericht.

„Wir wünschen uns, dass die Deutschen länger arbeiten“, so die Leiterin der IWF-Delegation, Julie Kozack. Außerdem wünschen sich die Ökonomen eine erhöhte Transparenz bei den Renten. Sie hoffen, daß die Deutschen bei der Aufklärung über ihre zu erwartende Rente weniger Geld in die private Altersversorgung und mehr in den Konsum stecken. (tw)