Die Krim besucht: Vier österreichische Politiker dürfen nicht mehr in die Ukraine einreisen

5. Mai 2018
Die Krim besucht: Vier österreichische Politiker dürfen nicht mehr in die Ukraine einreisen
International
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Kiew/Wien. In Sachen Krim kennt Kiew kein Pardon. Wer sich bei diesem Thema auf die „falsche“, nämlich russische Seite stellt, der bekommt den Unmut der Kiewer Regierung mit voller Wucht zu spüren. Davon können sich derzeit vier österreichische Politiker überzeugen. Sie dürfen, wie eine Sprecherin des ukrainischen Geheimdienstes mitteilte, bis auf weiteres nicht mehr in die Ukraine einreisen. Grund ist ihre Teilnahme am von Rußland organisierten „Internationalen Jalta-Wirtschaftsforum“ auf der Krim. Am diesjährigen Forum nahmen unter anderem der Linzer Vizebürgermeister Detlef Wimmer teil, außerdem drei FPÖ-Bundespolitiker: die Nationalratsabgeordneten Hans-Jörg Jenewein und Axel Kassegger sowie der Ex-Nationalratsabgeordnete Johannes Hübner. Durch ihre Anreise aus Rußland hätten die vier ukrainische Gesetze gebrochen, hieß es.

Der nunmehrige FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus, der im März 2014 als „Beobachter“ des von Rußland forcierten „Referendums“ auf der Krim fungiert hatte, darf laut SBU-Angaben vom Februar seit dem vergangenen Herbst wieder in der Ukraine einreisen – auch ihn hatte der Bannstrahl aus Kiew getroffen.

Die Kiewer Regierung akzeptiert bis heute nicht das Referendum, bei dem sich im März 2014 weit über 90 Prozent der Krim-Bevölkerung für einen Anschluß der Halbinsel an Rußland ausgesprochen hatten. (mü)

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