Bundesrechnungshof kritisiert: Millionengrab in der Bundesagentur für Arbeit

29. April 2018
Bundesrechnungshof kritisiert: Millionengrab in der Bundesagentur für Arbeit
Wirtschaft
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Berlin. Der Bundesagentur für Arbeit (BA) wird vom Bundesrechnungshof die Verschwendung von mehreren Millionen Euro bei Programmen für den Berufseinstieg vorgeworfen. Bereits 2011 hätten die Prüfer darauf hingewiesen, daß bei Bildungsmaßnahmen für Menschen unter 25 Jahre zu viele Plätze unbesetzt blieben, wie in einem Bericht des Rechnungshofs vom Dezember vergangenen Jahres zu lesen ist. Der BA warfen die Prüfer vor, „ihre Bedarfe zu großzügig kalkuliert und die ihnen eingeräumte vertragliche Flexibilität nicht ausreichend genutzt“ zu haben, so der Bericht.

Die vier stichprobenartig geprüften Agenturen wiesen „in 31 der 37 Maßnahmen weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu als die vereinbarte Mindestmenge“, heißt es in dem Bericht, der mittlerweile auch Thema beim Rechnungsprüfungsausschuß des Bundestags ist. Von September 2013 bis Dezember 2015 habe die Agentur für Bildungsmaßnahmen zur Berufsqualifikation 425,7 Millionen Euro ausgegeben. „Ausgaben von bis zu 54,5 Millionen Euro für ungenutzte Plätze hätten vermieden werden können, wenn die Agenturen bundesweit besser geplant hätten.“ Dabei versprach die BA bereits nach der Prüfung 2011 Besserung.

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Ein Kommentar

  1. Lack schreibt:

    Es ist mit Sicherheit nicht das größte deutsche Millionengrab. Über andere wird aber nich berichtet!

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