Nach „Patriot“-Kauf: Moskau wirft Polen „zunehmende Militarisierung“ vor

1. April 2018
Nach „Patriot“-Kauf: Moskau wirft Polen „zunehmende Militarisierung“ vor
International
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Warschau. Die russische Regierung hat Polen eine „zunehmende Militarisierung“ vorgeworfen, nachdem Warschau erst kürzlich den Kauf von „Patriot“-Abwehrraketen aus den USA bekanntgegeben hatte. Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sprach daraufhin von einer „Bedrohung von Rußlands nationaler Sicherheit“.

Warschau trage mit steigenden Wehrausgaben und der Modernisierung seiner Streitkräfte zur „Destabilisierung der militärischen und politischen Lage in Europa“ bei.

Polen und die USA hatten am Mittwoch einen Milliarden-Vertrag über den Kauf von US-Flugabwehrraketen des Typs „Patriot“ besiegelt. Laut Vertrag bezahlt Polen 4,75 Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro) für das Abwehrsystem. Die Lieferung der ersten Batterien ist ab 2022 geplant.

Allerdings steht Polen mit der von Rußland kritisierten „Militarisierung“ der Region nicht allein. Erst letztes Jahr hatte die NATO in Polen sowie in Estland, Lettland und Litauen vier multinationale Bataillone stationiert. Die Aufrüstung im Baltikum und in Polen sorgt in Moskau für Irritationen.

Rußland hat wiederholt gegen die Aufstellung von „Patriot“-Batterien in Polen und Rumänien im Rahmen des US-Raketenschutzschildes protestiert. Moskau sieht darin die Verletzung eines Vertrags aus dem Jahr 1987. (mü)

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